Berufsfeld Sportmedizin
Die Sportmedizin ist ein typisches Querschnittsfach. Sie bündelt das sportmedizinische Wissen zahlreicher medizinischer Fachrichtungen und befasst sich mit den präventiven, kurativen und rehabilitativen Aspekten von Sport.
In Deutschland gibt es derzeit 12.661 berufstätige Ärztinnen und Ärzte mit
Zusatz-Weiterbildung Sportmedizin. Der überwiegende Teil (8.471 Ärztinnen und Ärzte) ist im ambulanten Sektor tätig, 2.704 arbeiten im stationären Bereich.
Die Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (DGSP) e.V. hat 17 Landesverbände und veranstaltet alle zwei Jahre den Deutschen Sportärztekongress.
Zusatz-Weiterbildung Sportmedizin
Der übliche Weg zum Sportarzt bzw. zur Sportärztin führt zunächst über das Medizinstudium. Ist dieses abgeschlossen, stehen verschiedene Weiterbildungsmöglichkeiten offen. Bei der Sportmedizin handelt es sich um eine Zusatz-Weiterbildung, sie baut also auf einer Facharztweiterbildung auf.
Wer die Zusatzbezeichnung Sportmedizin erwerben möchte, muss folgende drei Grundvoraussetzungen erfüllen:
- eine Facharztanerkennung in einem Gebiet der unmittelbaren Patientenversorgung
- 240 Stunden Kurs-Weiterbildung gemäß § 4 Abs. 8 in Sportmedizin
- 120 Stunden sportärztliche Tätigkeit in einem Sportverein oder einer anderen vergleichbaren Einrichtung
Welche Regelungen für den Erwerb der Zusatzbezeichnung Sportmedizin im Detail gelten, ist auf der Webseite der
Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (DGSP) ersichtlich sowie bei der zuständigen Landesärztekammer zu erfragen.