Diese Faktoren bestimmen das Arztgehalt:
1. Anfänger vs. „alter Hase“: In vielen Berufsfeldern steigt das Gehalt tendenziell mit der Anzahl der Berufsjahre. Das ist auch im Arztberuf so. Assistenzärztinnen und -ärzte verdienen als Berufseinsteiger am wenigsten – Facharzt- und Oberarzt-Positionen bringen einen höheren Verdienst mit sich. Die Topverdiener sind Chefärztinnen und Chefärzte. Einen guten Überblick bietet die Ärztegewerkschaft Marburger Bund, die
alle Tarifverträge auf einen Blick zeigt.
2. Praxis vs. Klinik: Ärztinnen und Ärzte, die in der Klinik arbeiten, werden in der Regel nach geltenden Tarifverträgen bezahlt. Das schafft Transparenz und auch die Chance auf regelmäßige Gehaltssteigerungen, die beispielsweise von Gewerkschaften ausgehandelt werden. Im ambulanten Bereich sind die Gehälter weniger transparent. Oftmals spielt das individuelle Verhandlungsgeschick der Ärztin bzw. des Arztes sowie der Praxisumsatz eine Rolle. Was die Gehaltszufriedenheit angeht, liegen Kolleginnen und Kollegen aus dem stationären Sektor leicht vorn.
3. Selbständig vs. angestellt: Im
coliquio-Gehaltsreport 2025 liegt der durchschnittliche Brutto-Jahresverdienst in der Humanmedizin bei 155.300 Euro. Doch es zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen dem Verdienst zwischen Anstellung und Selbständigkeit.
4. Arzt vs. Ärztin: Wie in vielen anderen Berufsfeldern auch, zeigt sich auch in der Medizin ein Lohngefälle zwischen den Geschlechtern. Ärzte verdienen dem
coliquio-Gehaltsreport zufolge deutlich mehr als Ärztinnen. Das erklärt sich keinesfalls allein dadurch, dass Frauen häufiger in Teilzeit arbeiten als ihre männlichen Kollegen – selbst bei reiner Betrachtung der Vollzeitbeschäftigten bleibt eine große Lohnlücke bestehen.
5. Ost vs. West: Mit einem Brutto-Jahresverdienst verdienen Kolleginnen und Kollegen in den neuen Bundesländern deutlich weniger als ärztlich Tätige im Westen. Das spiegelt sich auch in der Gehaltszufriedenheit, die in den westlichen Bundesländern ausgeprägter ist als in den östlichen Bundesländern.
Wie hoch ist das ärztliche Gehalt in der Anstellung? Verdienen niedergelassene Ärztinnen und Ärzte besser als die Kolleginnen und Kollegen in der Klinik? Diese und weitere Fragen rund um Gehalt, Umsatzbeteiligung und weiterer Faktoren behandelt der Beitrag
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