Pädiatrie
Hier finden Sie aktuelle und praxisrelevante Informationen für den pädiatrischen Alltag - kompakt zusammengefasst, mit den neuesten Leitlinien, Studien, lehrreichen Patientenfällen und STIKO-Empfehlungen.
Eine akute Verhaltensstörung entpuppt sich bei einem 10-Jährigen als seltene Erstmanifestation einer Stoffwechselerkrankung. Welche Anzeichen retrospektiv darauf hindeuteten und welcher Parameter in der Erstdiagnostik entscheidend ist, lesen Sie in diesem Fallbericht.
Präsentiert von coliquio
Der gute Ruf von Kokosnussöl als bewährtem Hausmittel wird inzwischen durch einige klinische Untersuchungen gestützt. Dies gilt vor allem für die topische Anwendung z.B. als Feuchtigkeitsspender, antimikrobielle Substanz zur Unterstützung der Wundheilung, bei trockener Haut, atopischer Dermatitis und bei der Pflege von Frühgeborenen. Auch zur Zahngesundheit kann das preiswerte und überall erhältliche Öl beitragen.
Influencer haben Isotretinoin zu einem Beauty-Trend gemacht. Was ursprünglich als verschreibungspflichtiges Medikament zur Behandlung schwerer Akne gedacht war, wird in sozialen Netzwerken inzwischen als vermeintliches „Glow-up“-Mittel gefeiert.
Seit August ist mit Onasemnogen abeparvovec (Itvisma®) eine intrathekal applizierbare Gentherapie als Einmalanwendung für Patientinnen und Patienten ab zwei Jahren mit 5q-assoziierter spinaler Muskelatrophie verfügbar. Die Behandlung soll eine intakte SMN1-Genkopie einbringen und dadurch die Synthese des funktionellen Proteins ermöglichen.
Akute Atemwegsinfektionen gehören bei kleinen Kindern mit zu den häufigsten Todesursachen. Ein Forscherteam hat jetzt untersucht, welche Faktoren bei stationär aufgenommenen Kindern zwischen 0 und 18 Jahren mit besonders schweren Verläufen assoziiert sind.
Einem interdisziplinären Team unter Beteiligung des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) ist ein außergewöhnlicher Therapieerfolg bei einem Jugendlichen mit therapieresistentem Nephroblastom gelungen. Wie das DKFZ in einer aktuellen Mitteilung berichtet, konnte die Erkrankung mithilfe einer personalisierten T-Zelltherapie trotz multipler Metastasen vollständig zurückgedrängt werden. Der im New England Journal of Medicine publizierte Fall unterstreicht das Potenzial zellulärer Immuntherapien auch bei soliden Tumoren im Kindes- und Jugendalter.
58:24
Bei Lebensmittelunverträglichkeiten steht das Finden der individuellen Toleranzgrenze im Fokus. Strikte Vermeidungsdiäten sind ohne fundierte Diagnostik obsolet und begünstigen Mangelernährungen.
Die Zahl der Behandlungsfälle bei Essstörungen steigt. In der haus- und kinderärztlichen Praxis erfordert dies nicht nur ein wachsames Auge für atypische Patientenprofile, sondern auch klare Kriterien für die stationäre Einweisung.
Ein Fledermauskontakt ohne sichtbare Bissverletzung, unspezifische Beschwerden und zunächst eine naheliegende Fehldiagnose: Was wie eine Herpes-Infektion beginnt, entwickelt sich innerhalb weniger Tage zu einer fulminanten Enzephalitis. Der im CMAJ veröffentlichte Fall eines 11-jährigen Jungen aus Kanada zeigt, wie trügerisch Tollwut verlaufen kann – und warum jeder direkte Kontakt mit einer Fledermaus medizinisch abgeklärt werden muss.
Oft wirken Jugendliche aufgeklärt, doch ihr tatsächliches medizinisches Vorwissen ist erstaunlich gering. Das möchte die Ärztliche Gesellschaft zur Gesundheitsförderung e.V. (ÄGGF) ändern. Im Gespräch mit coliquio erklärt die ÄGGF-Vorsitzende und Ärztin Andrea Mais, warum sie seit 21 Jahren gerne an Schulen geht und wie diese aufsuchende Präventionsarbeit den Praxisalltag von Pädiatern, Gynäkologen und Hausärzten entlastet.
Spinnenbisse sind selten – und ihre richtige Behandlung hängt entscheidend davon ab, um welche Art es sich handelt. Unsere Übersicht zeigt, welche Spinnen für den Menschen tatsächlich gefährlich werden.
Haut- und Schleimhautveränderungen wie blasse Haut, brüchige Nägel oder Ekzeme weisen häufig auf einen Nährstoffmangel hin. Anhand von 6 Fallbeispielen aus der Praxis können Sie Ihr Wissen auffrischen und Ihr diagnostisches Gespür testen.
Die Therapie der unkomplizierten akuten Appendizitis beinhaltet heute eine partizipative Entscheidungsfindung. Neben der standardmäßigen laparoskopischen Operation stellt die primär antibiotische Therapie bei selektierten Patienten eine klinisch etablierte Alternative dar.