Lancet-Studie

Medizinischer Fortschritt: Weniger akute Ereignisse, mehr chronische Erkrankungen

Eine aktuelle Kohortenstudie aus Schweden zeigt: Die Inzidenz von Herzinfarkt, Schlaganfall und Hüftfraktur ist bei Älteren zurückgegangen. Insgesamt zeichnet sich eine Verlagerung von akuten Ereignissen hin zu chronischen Erkrankungen ab.

31.08.2026Autorin: Maria Weiß
Medizinischer Fortschritt

© Getty Images | jittawit.21

Medizinischer Fortschritt hat einen großen Einfluss auf die Bevölkerungsentwicklung und die Lebenserwartung – zum einen durch sinkende Inzidenzraten, zum anderen durch die verbesserte Behandlung bereits eingetretener Erkrankungen mit verbesserten Überlebenschancen. Der Unterschied zwischen beiden (incidence-survival-gap) gilt als wichtiger Indikator für die Krankheitslast und wurde jetzt für Herzinfarkt, Schlaganfall, Hüftfraktur und Krebs in einer schwedischen Kohorte über 60-Jähriger bestimmt.
Sinkende Inzidenzraten sind Ausdruck einer effektiven Primärprävention, ein längeres Überleben nach Diagnosestellung spiegelt eher Fortschritte in Sekundär- und Tertiärprävention wider. Bisher ist nicht abschließend geklärt, welchen Anteil beide Komponenten auf die Gesundheit und Bevölkerungsentwicklung haben.
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