Vorhofflimmern

Wer sollte nach erfolgreicher Ablation noch antikoaguliert werden?

Die Frage, ob nach einer erfolgreichen Vorhofflimmern-Ablation die orale Antikoagulation abgesetzt werden kann, ist umstritten. Eine neue Meta-Analyse hat nun die aktuelle Evidenz zusammengefasst – und zeigt, bei wem das wohl keine gute Idee ist.1

19.08.2026Autorin: Dr. rer. nat. Annukka Aho-Ritter
Wer sollte nach erfolgreicher Ablation noch antikoaguliert werden?

Erfolgreiche Ablation – und trotzdem weiter antikoagulieren? Eine Personengruppe könnte besonders davon profitieren.

© Getty Images | benstevens

Internationale Leitlinien empfehlen, sich nach der Ablation von Vorhofflimmern (VHF) bei der Entscheidung für oder gegen eine Langzeit-Antikoagulation nach dem Baseline-Schlaganfallrisiko zu richten statt nach dem (scheinbaren) Erfolg der Ablation.2,3 Doch Daten aus aktuellen Beobachtungsstudien und Registern zeichnen ein anderes Bild: Bei einem erheblichen Anteil der Behandelten wird die orale Antikoagulation (OAK) nach der Ablation abgesetzt, vor allem wenn bei den Nachsorge-Untersuchungen keine VHF-Rekurrenz festgestellt wird. Da erst kürzlich die Ergebnisse der beiden großen randomisierten Studien OCEAN und ALONE-AF veröffentlicht wurden, hat eine internationale Forschungsgruppe die Gesamtheit der aktuellen Evidenz unter die Lupe genommen; die Ergebnisse der Meta-Analyse wurden jüngst im Fachmagazin EP Europace veröffentlicht.1
Zurück zum Seitenanfang