Die moderne Hormonersatztherapie bei klimakterischen Beschwerden befindet sich im Spannungsfeld zwischen Vorurteilen und unkritischen Heilsversprechen. Noch immer hält sich der Mythos hartnäckig, dass Hormone pauschal das Brustkrebsrisiko steigern. Prof. Dr. med. Nina Rogenhofer erläutert, warum diese Angst heute überholt ist und worauf es bei der Hormonersatztherapie bei Patientinnen in den Wechseljahren ankommt. Faktoren wie der optimale Startzeitpunkt, die Wahl der Applikationsform und spezifische Risikoprofile der Patientinnen sind heute entscheidend. Gleichzeitig warnt sie vor einem aktuellen Trend: dem Hype, Hormone unkritisch als Anti-Aging-Wundermittel einzusetzen.