Die Betreuung von Frauen in den Wechseljahren hat sich von starren Pauschalkonzepten hin zu einer personalisierten, stadienabhängigen Medizin entwickelt. Im Zentrum der modernen Behandlung steht die Erkenntnis, dass die Perimenopause nicht durch einen kontinuierlichen Hormonmangel, sondern durch massive, wellenförmige Hormonschwankungen geprägt ist. Dieser Umstand erfordert grundlegend andere therapeutische Strategien als die Postmenopause. Neben der klassischen menopausalen Hormontherapie, bei der heute die risikoarme transdermale Applikation sowie der konsequente Endometriumschutz im Fokus stehen, eröffnen innovative, nicht-hormonelle Behandlungsoptionen völlig neue Perspektiven. Die gezielte Blockade im Bereich der KNDy-Neuronen im Hypothalamus ermöglicht eine hocheffektive Linderung vasomotorischer Beschwerden. Das ein entscheidender Fortschritt insbesondere für Hochrisikopatientinnen nach einem Mammakarzinom, bei denen eine Hormonsubstitution absolut kontraindiziert ist.