Die Betreuung von Menschen mit Lebensmittelunverträglichkeiten erfordert weit mehr als den reinen Verzicht auf auslösende Substanzen. Häufig führt bereits die Diagnosestellung zu starken Verunsicherungen, die in einer strikten und unnötig restriktiven Vermeidungshaltung münden. Das Lebensmittel mutiert zum gefürchteten Feind, was die Lebensmittelauswahl massiv einschränkt und die Lebensqualität spürbar senkt. Dr. med. Gert Bischoff betont hier, wie wichtig die Ermittlung individueller Toleranzgrenzen ist, um eine vollwertige Ernährung aufrechtzuerhalten. Anhand praxisnaher Konzepte wie der dosierten Wiedereinführung von Laktose veranschaulicht er, wie Betroffene durch ein strukturiertes Stufenkonzept wieder Vertrauen fassen und tiefsitzende Ängste vor Nahrungsmitteln schrittweise abgebaut werden können.