Analyse

Unzufrieden mit dem PVS: Die häufigsten Fehler und Gründe

Drei von vier Praxen sind unzufrieden mit ihrer Praxissoftware. Neue Umfragedaten zeigen nun, bei welchen Systemen es besonders häufig zu technischen Fehlern kommt, welche 15 Systeme am häufigsten weiterempfohlen werden und wann sich ein Anbieterwechsel sich lohnt.

20.10.2025Von: Zentralinstitut Kassenärztliche Versorgung | Nathalie Haidlauf
Praxissoftware

Viele Praxen arbeiten immer noch mit wenig nutzerfreundlichen Softwaresystemen. Vor einem Wechsel schrecken viele zurück.

© Getty Images / gorodenkoff

Die Benutzerfreundlichkeit von Praxisverwaltungssystemen (PVS) hat einen direkten Einfluss auf die Effizienz medizinischer Arbeitsprozesse. Aktuelle Analysen des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (Zi) haben zuletzt gezeigt, dass es signifikante Unterschiede zwischen insgesamt 39 ausgewerteten PVS bei der Häufigkeit von Fehlersituationen gibt. In der interaktiven Grafik lassen sich für 17 Fehlerarten (darunter PVS-Update, eAU, Auslesen der eGK, Rezeptausstellung, Online-Terminvergabe) nachsehen, bei welchen Praxissoftwaresystemen es am häufigsten zu technischen Fehlern kam. 
Zudem wurde deutlich, dass Systeme mit höherer Fehlerhäufigkeit eine längere Bearbeitungszeit und eine erhöhte Klickzahl erfordern sowie beides statistisch betrachtet mit schlechteren Nutzerbewertungen zusammenhängt. In einer Kurzstudie hat das Zi nun auch deutliche regionale Unterschiede bei Usability und Nutzerzufriedenheit aufgezeigt. In die Analysen gingen die vertragsärztlichen Abrechnungsdaten für das Jahr 2024 von etwa 100.000 Praxen ein, die eines von 39 bewerteten PVS genutzt hatten.

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