Okuläre Herpesinfektion
Katarakt-OP kann Herpes im Auge reaktivieren
Patientinnen und Patienten mit einer okulären Herpesinfektion in der Vorgeschichte haben ein hohes Risiko für ein Herpes-Rezidiv nach einer Operation des grauen Stars. Eine aktuelle Übersichtsarbeit erläutert Risikofaktoren sowie Möglichkeiten der Prävention.

Bei anamnestisch bekannter Herpesinfektion am Auge ist eine Katarakt-OP mit einer erhöhten postoperativen Herpes-Rezidivrate verbunden.
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Bei einer primären Infektion mit Herpes-Viren sind nur sehr selten die Augen betroffen. Vielmehr kommt es erst später zu einer Augenbeteiligung durch Reaktivierung einer bereits bestehenden, latenten Infektion. Die Durchseuchung der Bevölkerung mit Herpes-Viren ist hoch. Rund 80 bis 90 % der Erwachsenen sind mit Herpes-simplex-Viren infiziert und circa 95 % tragen das Varizella-Zoster-Virus in sich. Wenn eine Herpesinfektion in der Vergangenheit bereits die Augen betroffen hat, sind weitere okuläre Rezidive zu einem späteren Zeitpunkt ebenfalls möglich.
Eine aktuelle Übersichtsarbeit aus dem Universitätsklinikum Dresden beantwortet Fragen dazu, ob eine Katarakt-OP ursächlich für ein okuläres Herpes-Rezidiv sein kann, welche Risikofaktoren bekannt sind und welche Möglichkeiten der Prävention es gibt?1
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