Ein 62-jähriger Patient wurde mit einem undifferenzierten pleomorphen Sarkom der posterioren rechten Brustwand (intramuskulär) diagnostiziert. Begleitend bestanden vermutlich solitäre Metastasen im linken Unterlappen der Lunge sowie in rechten axillären lLmphknoten.1 Der Tumor erstreckte sich von der lateralen Wirbelsäule bis in die Axilla und infiltrierte Teile der Scapula sowie der Brustwand.1
In den vergangenen 2–3 Monaten entwickelte der Patient einen Funktionsverlust der Abduktion sowie eine Atrophie des Deltamuskels, vermutlich infolge einer Infiltration oder Kompression des Axillarnervs.1 Zusätzlich kam es zu sensiblen Einschränkungen an der medialen Seite des rechten Arms, während die motorische Funktion der rechten Hand vollständig erhalten blieb.1Der Patient lebte mit seiner Ehefrau und seiner 11-jährigen Tochter, arbeitete zuvor als Hausarzt und wünschte die Versorgung vorzugsweise zu Hause.1
Die Behandlung des Patienten erfolgte sequenziell entsprechend der Tumorprogression:1
Zu Beginn der Behandlung litt der Patient unter starkem neuropathischem Schmerz (als brennend, stechend beschrieben) mit Taubheitsgefühlen und Kribbeln, der im weiteren Verlauf weitgehend kontrolliert werden konnte.1 Der aktuelle Schmerz konzentriert sich auf das Schultergelenk und zeigt eine gemischte Qualität, mit besonderer Empfindlichkeit über der Tumorvorwölbung, in der Axilla und der Supraspinatusregion.1 Die Schmerzen beeinträchtigten zudem den Schlaf, insbesondere beim Liegen und Umdrehen, während körperliche Aktivität als hilfreiche Ablenkung diente.1
Aufgrund persistierender Schmerzen und funktioneller Einschränkungen wurde der Patient engmaschig betreut, mit kontinuierlicher Anpassung pharmakologischer und interventioneller Maßnahmen zur Erhaltung der Lebensqualität:1