Antiepileptika bei Schwangeren

Risiko für fetale Wachstumsstörungen?

Einem möglichen Zusammenhang zwischen der antiepileptischen Behandlung während der Schwangerschaft und einem verringerten fetalen Wachstum und Geburtsgewicht wurde bislang kaum Aufmerksamkeit geschenkt. Die EURAP-Studie beleuchtete nun die Auswirkung eines mono- und polytherapeutischen Ansatzes.

01.10.2026Lesedauer: ca. 5 MinutenAnna Besson
schwangere Frau beim Arzt

Das fetale Wachstum wird bei regelmäßigen Ultraschalluntersuchungen kontrolliert. (Symbolbild)

© Getty Images | Halfpoint Images

Epileptische Anfälle während der Schwangerschaft stellen bereits ein unabhängiges Risiko für ein gestörtes fetales Wachstum dar. In der Regel nehmen Frauen mit Epilepsie ihre verschriebenen Antiepileptika auch während einer Schwangerschaft weiter ein. Allerdings stellt auch die Therapie ein erhöhtes Risiko für Fehlbildungen oder neurologische Entwicklungsstörungen beim Fötus dar.1 Bislang konzentrierte sich die Forschung auf diese Effekte, obwohl in den Praxisleitlinien auch Bedenken hinsichtlich einer fetalen Wachstumsbeeinträchtigung durch die antiepileptische Medikation geäußert wurden. Welche Folgen eine Mono- oder Polytherapie für das fetale Wachstum hat, untersuchten die Forschenden um Piero Perucca, MD, Professor am Department of Medicine (Austin Health), University of Melbourne, Melbourne, VIC 3084, Australia, die ihre Studie im „The Lancet Neurology“ veröffentlichten.

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