KRMS
Trotz Kritik: Fachleute halten Leitlinie zum kardiorenal-metabolischen Syndrom für notwendig
Als jüngst die US-amerikanische Leitlinie zum kardiorenal-metabolischen Syndrom (KRMS) erschienen ist,1 hagelte es Kritik. Doch die neue Leitlinie ist aus Sicht von Fachleuten notwendig, um die fragmentierte Versorgung zu überwinden.
26.08.2026Autorin: Crystal Phend | Übersetzung & Redaktion: Dr. Annukka Aho-Ritter

Die neue Leitlinie zum kardiorenal-metabolischen Syndrom soll eine interdisziplinäre Versorgung der Betroffenen fördern.
© Getty Images / AndreyPopov
Als im vergangenen Monat die neue Leitlinie veröffentlicht wurde, die eine ganzheitliche Behandlung von Herz-Kreislauf-, Nieren- und Stoffwechselerkrankungen in den Vordergrund stellt, waren die Reaktionen gemischt. „Ich war ein wenig schockiert über den Widerstand“, so Dr. Brian Rifkin, Nephrologe an der Hattiesburg Clinic in Hattiesburg, Mississippi (USA). „Die Leute bezeichneten [das kardiorenal-metabolische Syndrom] als Fake-Erkrankung. Sie hielten die Botschaft für schwach und das Staging für verwirrend. Und sie fragten, warum von ihnen mehr präventive Kardiologie verlangt werde, und ob es eine völlig bedeutungslose Auszeichnung oder Zertifizierung geben werde.“ Doch diese Beschwerden und Bedenken seien übertrieben, erklärten Experten gegenüber Medscape.