Chronische Nierenerkrankung
Proteinurie als Prädikator für kognitiven Leistungsverlust?
Chronische Nierenerkrankungen sind mit zahlreichen Folgeerkrankungen assoziiert. Zunehmend rückt dabei auch ein möglicher Zusammenhang mit kognitiven Beeinträchtigungen in den Fokus. Eine aktuelle Publikation hat hierzu nun neue Daten geliefert.1

eGFR und Proteinurie scheinen mit dem Nachlassen der kognitiven Leistung zusammenzuhängen.
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Frühere Untersuchungen haben bereits gezeigt, dass Menschen mit einer chronischen Nierenerkrankung (CKD) ein erhöhtes Risiko für Demenz aufweisen und kognitive Beeinträchtigungen im Krankheitsverlauf häufiger auftreten. Zudem scheint das Protein-Kreatinin-Verhältnis im Urin (UPCR) enger mit kognitiven Einschränkungen verknüpft zu sein als die geschätzte glomeruläre Filtrationsrate (eGFR). Da Proteinurie und endothelialer Dysfunktion eng miteinander verknüpft sind könnte sie die Erkrankung kleiner zerebraler Gefäße und den daraus resultierenden kognitiven Abbau möglicherweise besser abbilden. Allerdings ist die Studienlage keineswegs eindeutig und die Evidenz bislang eher dürftig.
Die aktuelle prospektive Kohortenstudie untersuchte daher, inwieweit die über eGFR und UPCR erfasste Nierenfunktion bei Personen mit CKD mit dem neuen Auftreten kognitiver Beeinträchtigungen zusammenhängt.1