In der Reproduktionsmedizin werden derzeit vielfältige technologische und diagnostische Ansätze diskutiert, welche diese Fortbildung vorstellt. Im Fokus der ovariellen Stimulation beim PCOS steht die Präsentation aktueller Studiendaten zur Evaluation verschiedener Dosierungen und Behandlungsdauern mit Letrozol. Ebenso werden in den Vorträgen theoretische Konzepte zum Umgang mit einer auftretenden Letrozol-Resistenz, etwa durch veränderte Einnahmeschemata oder diskutierte Wirkstoffkombinationen, analysiert. Einen weiteren Themenschwerpunkt bildet das IVF-Labor: Hier wird beleuchtet, wie Zeitraffer-Bildgebung (Time-Lapse) und der Einsatz von künstlicher Intelligenz zur Auswertung morphokinetischer Daten wissenschaftlich in die Embryonenselektion eingeordnet werden. Parallel dazu referieren die Expertinnen und Experten über die Bedeutung einer erweiterten andrologischen Diagnostik. Der Diskurs skizziert dabei Methoden jenseits des Standard-Spermiogramms, darunter endokrinologische Untersuchungen, Sonografien sowie die Bestimmung des DNA-Fragmentationsindex (DFI), zur theoretischen Abklärung möglicher Pathologien beim unerfüllten Kinderwunsch.