Die Endokrine Orbitopathie erfordert aufgrund ihrer komplexen Pathophysiologie und des hohen Leidensdrucks der Patient:innen eine enge Abstimmung zwischen Augenheilkunde und Innerer Medizin. In dieser Fallbesprechung erläutern drei Expertinnen die klinische Relevanz des Clinical Activity Scores (CAS) und die Bedeutung modifizierbarer Risikofaktoren wie des Rauchens. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der differenzierten medikamentösen Therapie: Neben der etablierten intravenösen Steroid-Pulstherapie werden moderne Ansätze wie Statine, Selen und der neu zugelassene IGF-1-Rezeptorblocker Teprotumumab diskutiert. Erfahren Sie anhand praxisnaher Fälle, wie Sie aktive von inaktiven Phasen abgrenzen, wann eine chirurgische Dekompression notwendig wird und welche Monitoring-Maßnahmen bei hochpreisigen Immuntherapien essenziell sind.