Hoffnung für Betroffene
Schwere Herzinsuffizienz: Herzpflaster zeigt Wirkung
Die Therapieoptionen bei einer fortgeschrittenen Herzinsuffizienz mit reduzierter linksventrikulärer Ejektionsfraktion (HFrEF) sind sehr begrenzt. Einer aktuellen deutschen Studie zufolge könnte ein „Pflaster“ aus gentechnisch erzeugtem Herzmuskelgewebe zukünftig Abhilfe schaffen.1

Ein „Pflaster“ aus im Labor gezüchtetem Herzmuskelgewebe kann die Pumpfunktion bei einer Herzinsuffizienz verbessern (Symbolbild).
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Leitliniengerechte medikamentöse und interventionelle Therapien können zwar das Fortschreiten einer HFrEF verzögern, das geschwächte Herz jedoch nicht wiederherstellen. Da weder Herztransplantationen noch Implantationen eines mechanischen Herzunterstützungssystems eine skalierbare Lösung bieten, bleiben der Mehrheit der Patientinnen und Patienten nur die medikamentöse Therapie und die Palliativversorgung.
Eine Interimsanalyse der Phase-1/2-Studie BioVAT-HF, die kürzlich im renommierten New England Journal of Medicine publiziert wurde, gibt nun Anlass zur Hoffnung: Forschenden aus Göttingen und Lübeck gelang es, bei Personen mit HFrEF, die auf eine leitliniengerechte medikamentöse Therapie nicht ansprachen, die Pumpfunktion des Herzens mithilfe eines „Herzpflasters“ aus BioVAT zu verbessern. BioVAT ist ein gentechnisch erzeugtes Herzmuskelgewebe mit Kardiomyozyten und Stromazellen aus allogenen, induzierten pluripotenten Stammzellen, das zur kardialen Remuskularisierung beitragen soll.1,2