Hitze und Wundheilung
Mit Diabetes besser nicht barfuß laufen
Für Menschen mit Diabetes ist Barfußlaufen ein vermeidbares Risiko. Insbesondere in den Sommermonaten können Kieselsteine, Muschelsplitter und heißer Asphalt schwere Verläufe des diabetischen Fußes begünstigen.
11.08.2026Quelle: Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin e.V. (DGG)

Menschen mit Diabetes sollten im Sommer geeignetes Schuhwerk tragen und ihre Füße täglich kontrollieren.
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Warum bereits kleine Verletzungen an den Füßen schwerwiegende Folgen haben können und wieso diese Gefahr im Sommer besonders groß ist, erläutert Professor Dr. med. Farzin Adili auf der Pressekonferenz der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin e.V. (DGG). Bis zu 50 Prozent aller Menschen mit Diabetes entwickeln im Verlauf ihrer Erkrankung eine diabetische Neuropathie. Durch die Nervenschädigung werden Schmerz-, Druck- oder Temperaturempfindungen an den Füßen vermindert wahrgenommen oder gehen ganz verloren. „So können Blasen, Druckstellen, kleine Verletzungen oder Verbrennungen entstehen, ohne dass Betroffene dies sofort registrieren“, sagt Adili. Hinzu kommt, dass Menschen mit Diabetes ein zwei- bis vierfach erhöhtes Risiko tragen, eine periphere arterielle Verschlusskrankheit zu entwickeln – eine Durchblutungsstörung, die die Wundheilung beeinträchtigt. „Treffen Nervenschädigung und Durchblutungsstörung aufeinander, kann sich am Fuß aus einer kleinen Verletzung schnell eine chronische Wunde entwickeln, ein Ulkus“, sagt Adili.