Hitzewellen belasten das Gesundheitssystem massiv. Besonders dramatisch ist die Lage dort, wo Schutzbedürftige eigentlich in Sicherheit sein sollten: in den Krankenhäusern, aber auch in Heimen. Dramatische Schilderungen etwa aus dem Düsseldorfer Universitätsklinikum, wo die Thermometer in den Krankenzimmern auf beängstigende 38 Grad kletterten, unterstreichen die prekäre Situation. Obwohl das Problembewusstsein in der Politik und bei den Betreibern wächst, bleibt die Ausgangslage unbefriedigend. Es fehlen präzise Daten über den direkten Einfluss der Zimmerwärme auf den Organismus, während der Einsatz von Ventilatoren und Klimaanlagen durch strenge Hygienevorgaben und regulatorische Hürden extrem erschwert wird. Licht ins Dunkel bringen jetzt der Arzt und Wissenschaftler Filippo Maria Verri und das Forschungsteam des Instituts für Geriatrische Forschung der Universität Ulm. Die Wissenschaftler widmen sich der Untersuchung innovativer und praxisnaher Verfahren – wie etwa der Speichelosmolalität zur frühzeitigen Identifikation von Dehydratationsrisiken –, um so fundierte Strategien für einen effektiven Hitzeschutz im klinischen Alltag zu etablieren.
Welche neuen Methoden haben Sie untersucht, um eine hitzebedingte Dehydratation bei älteren Menschen frühzeitig zu erkennen?