Der Klimawandel macht Hitzestress zu einem zunehmend relevanten Risikofaktor in der Geburtshilfe. Dieser Vortrag vergleicht zwei umfangreiche Studien aus Hamburg und den USA mit insgesamt über 53 Millionen inkludierten Patientinnen. Es wird der signifikante Einfluss von Extremtemperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit (scheinbare Temperatur) auf die Rate der Frühgeburtlichkeit analysiert. Temperaturen um 30 °C können das Frühgeburtsrisiko um circa 20 % und bei 35 °C sogar um bis zu 45 % steigern. Zudem beleuchtet Dr. med. Jakob Maltritz sonografische Erkenntnisse, wie Hitzeereignisse über 26,6 °C den Pulsatilitätsindex der Arteria uterina senken und somit die plazentare Perfusion verändern. Erfahren Sie außerdem, warum weibliche Feten sowie bestimmte demografische Gruppen (wie Mütter unter 29 Jahren) vulnerabler auf Hitzewellen reagieren und welche einfachen präventiven Maßnahmen in der Schwangerenvorsorge kommuniziert werden sollten.