Studie in Science Advances
Warum Solarienbesuche das Melanomrisiko grundlegend erhöhen
Solariumbesuche erhöhen nicht nur das Melanomrisiko, sondern verändern die Haut nachhaltig auf molekularer Ebene. Eine aktuelle Studie zeigt, dass Solarien die Mutationslast normaler Melanozyten deutlich steigern – auch an Körperregionen mit geringer Sonnenexposition.
10.03.2026Lesedauer: ca. 4 MinutenVon: Matthias Steigerwald

Häufiger Solarienbesuch erhöht das Melanomrisiko. Doch auf welche Weise?
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Inhaltsverzeichnis
Das kutane Melanom ist eine der prognostisch relevantesten Hautkrebserkrankungen und steht in engem Zusammenhang mit ultravioletter (UV-)Strahlung. Während die Assoziation zwischen natürlicher Sonnenexposition und Melanomrisiko gut belegt ist, war bislang weniger klar, wie künstliche UV-Quellen wie Solarien die Melanomgenese auf molekularer Ebene beeinflussen.
Klinisch fällt jedoch seit Jahren ein charakteristisches Muster auf: Junge Personen mit intensiver Solariumnutzung entwickeln überdurchschnittlich häufig multiple Melanome an Körperstellen mit eigentlich geringer kumulativer Sonnenschädigung. Eine aktuelle Studie ist diesem Paradoxon nun mit einer Kombination aus einer großen epidemiologischen Fall-Kontroll-Analyse und hochauflösenden Einzelzell-Sequenzierungen von Melanozyten aus klinisch unauffälliger Haut auf den Grund gegangen. Die Ergebnisse veröffentlichte die Arbeitsgruppe um Pedram Gerami im Dezember 2025 in Science Advances.¹