Höheres Schlaganfallrisiko durch Schlafapnoe

Schlafstörungen sind ein oft unterschätzter, aber modifizierbarer Risikofaktor für kardio- und zerebrovaskuläre Ereignisse. Insbesondere die obstruktive Schlafapnoe, aber auch eine zu kurze oder zu hohe Schlafdauer erhöhen das Schlaganfallrisiko.

09.09.2026Lesedauer: ca. 4 MinutenVon: Angela Thaller & Lukas Mayer-Süß
Erhöhtes Schlaganfallrisiko durch Schlafapnoe

Schnarchen und nächtliche Atemgeräusche, als klinische Marker der Obstruktiven Schlafapnoe, gehen mit schweren Schlaganfällen einher.

© Getty Images | kieferpix

Der folgende Beitrag von Angela Thaller und Lukas Mayer-Süß, erschienen 2026 in der Zeitschrift Psychopraxis. Neuropraxis, steht unter der Creative-Commons-Lizenz CC BY 4.0.
Suboptimaler Schlaf führt zu einer Vielzahl biologischer Veränderungen, die die kardiovaskuläre Gesundheit beeinträchtigen – darunter inflammatorische Prozesse, neuroendokrine und metabolische Dysregulationen, Störungen der Appetitregulation, molekulare Veränderungen sowie genetische Faktoren. Diese Veränderungen fördern, wie im Abschnitt zuvor dargestellt, klassische kardiovaskuläre Risikofaktoren wie Hypertonie, Adipositas, Diabetes mellitus und Dyslipidämie und erhöhen damit das Risiko für koronare Herzkrankheit, Herzinsuffizienz und kardiovaskulärer Mortalität.1 Umgekehrt ist ein gesundes Schlafverhalten mit einer geringeren Rate an kardio- und zerebrovaskulären Ereignissen verbunden.2
Für die Schlafdauer zeigt sich in Metaanalysen eine U förmige Beziehung zum Schlaganfallrisiko: sowohl kurze (≤ 6 h) als auch lange (≥ 8 h) Schlafzeiten gehen mit einem erhöhten Risiko einher, wobei Effekte bei Frauen tendenziell stärker ausgeprägt sind.3,4 Besonders ungünstig scheint die Kombination aus kurzer Schlafdauer und schlechter Schlafqualität.5

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