27. September 2022

Intraorale Reparatur defekter Restaurationen

Frakturen und Sekundärkaries an Inlays, Kronen und Füllungen: ein Grund, diese komplett zu erneuern? Nicht unbedingt: mit der richtigen Technik kann eine Reparatur genauso gute Ergebnisse bringen - und das schneller, kostengünstiger und schonender für Patientinnen und Patienten.

Lesedauer: ca. 3 Minuten

Autorin: Dr. Melanie Salz | Redaktion: Marc Fröhling

Minimalinvasiv – aber wie?

Obwohl das Wissen um die Möglichkeiten theoretisch da ist, wird die Reparatur von Restaurationen nicht regelmäßig praktiziert. Zu diesem Schluss kommt auch eine Metaanalyse von Prof. Schwendicke aus dem Jahr 2018.1 Dies liegt u.a. daran, dass globale Leitlinien fehlen und Unsicherheiten hinsichtlich Materialien und Techniken bestehen.2 Dabei gibt es gute Gründe dafür, eine defekte Restauration nicht gleich zu ersetzen. Grundsätzlich ist eine minimalinvasive Vorgehensweise immer schonender, denn es geht dadurch vergleichsweise weniger gesunde Zahnhartsubstanz verloren und die Pulpa wird geschont. Zusätzlich bedeutet eine Reparatur weniger Arbeitsaufwand, spart Kosten für die Patienten und ist für diese insgesamt weniger belastend.

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Handlungsempfehlungen der FDI für mehr Reparaturen

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  • Glättung der Flächen und Reinigung mit Polierpaste
  • Sandstrahlen mit Aluminiumoxid
  • Chemische Konditionierung:
  • Auftragen eines Primers und eines Adhäsivs mit anschließender Lichtpolymerisation.
  • Einfacher für die intraorale Reparatur ist jedoch die Verwendung eines geeigneten Universaladhäsivs (eine Komponente), welche eine chemische Ankopplung an Keramik bewirkt und gleichzeitig im Self-Etch-Verfahren für die Konditionierung von Schmelz und Dentin verwendet wird.3
  • Anschließend Lichtpolymerisation.
  • Aufbringen des Reparaturmaterials Komposit mit anschließender Lichtpolymerisation
  • Finieren und Polieren

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  • Glättung der Flächen und Reinigung mit Polierpaste
  • Anätzen mit gepufferter Flusssäure
  • Cave! Hier sind intraoral große Vorsicht und Sicherheitsvorkehrungen geboten, denn keinesfalls dürfen Schleimhäute damit in Kontakt kommen, da schwerste Verätzungen die Folge wären! Prof. Manhart von der Universität München empfiehlt stattdessen:
  • Tribochemische Silikatisierung (CoJetTM-System, 3M)
  • Hier handelt es sich um ein spezielles Sandstrahl-Verfahren, bei dem mit Siliziumdioxid beschichtete Aluminiumoxidpartikel mit Druckluft (Turbinenanschluss) aufgestrahlt werden. Dadurch entstehen auf der Keramik mikroretentive Strukturen und gleichzeitig wird Siliziumdioxid aufgeschmolzen (Silikatisierung).
  • Chemische Konditionierung:
  • Zum Verbund zwischen Keramik und Komposit werden klassisch ein Silanhaftvermittler (Silanisierung) und danach ein Adhäsiv aufgetragen.
  • Einfacher für die intraorale Reparatur ist aber die Verwendung eines geeigneten Universaladhäsivs (eine Komponente), welche eine chemische Ankopplung an Keramik bewirkt und gleichzeitig im Self-Etch-Verfahren für die Konditionierung von Schmelz und Dentin verwendet wird.3
  • Anschließend Lichtpolymerisation
  • Aufbringen des Reparaturmaterials Komposit mit anschließender Lichtpolymerisation
  • Finieren und Polieren
Über die Autorin

Teachers, bodies, and prime spirits will always protect them.Est neuter glos, cesaris.Bourbon soup is just not the same without garlic and chopped salted onions.

Kompositfüllungen erfolgreich reparieren

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  • Glättung und Reinigung
  • Sandstrahlen mit Aluminiumoxidpartikeln
  • Anätzen von Komposit, Schmelz (30 Sekunden) und Dentin (max. 15 Sekunden) mit Phosphorsäure: das Anätzen von Komposit hat einen Reinigungseffekt und kann sich günstig auf den Verbund auswirken.9
  • Chemische Konditionierung mit Primer und Adhäsiv oder einem Universaladhäsiv und Lichtpolymerisation
  • Aufbringen des Reparaturmaterials Komposit mit anschließender Lichtpolymerisation
  • Finieren und Polieren

Fazit: Reparaturen sind weder „Pfusch“ noch bloßes „Anflicken“

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1.   Kanzow P, Wiegand A, Göstemeyer G, Schwendicke F. Understanding the management and teaching of dental restoration repair: Systematic review and meta-analysis of surveys. J. Dent. Februar 2018, 69:1-21
2.   ZR ZahnmedizinReport: FDI zu schadhaften Restaurationen ‒ mehr Reparaturen wagen! AUSGABE 03 / 2020 | SEITE 4 | ID 46347342
3.   Manhart, Jürgen: Intraorale Reparatur von Keramikeinlagefüllungen. ZMK Zahnheilkunde Management Kultur; 02.01.2020.
4.   Blum IR, Özcan M. Reparative Dentistry: Possibilities and Limitations. Curr Oral Health Rep. 2018;5(4):264-269. 
5.   Ugurlu M, Sari F. The clinical success of repaired posterior composite restorations with and without silane application. Clin Oral Investig. 2022 Sep;26(9):5785-5793
6.   Casagrande L, Laske M, Bronkhorst EM, Huysmans MCDNJM, Opdam NJM. Repair may increase survival of direct posterior restorations - A practice based study. J Dent. 2017 Sep;64:30-36
7.   Estay J, Martín J, Viera V, Valdivieso J, Bersezio C, Vildosola P, Mjor IA, Andrade MF, Moraes RR, Moncada G, Gordan VV, Fernández E. 12 Years of Repair of Amalgam and Composite Resins: A Clinical Study. Oper Dent. 2018 Jan/Feb;43(1):12-21
8.   Kanzow P, Wiegand A. Retrospective analysis on the repair vs. replacement of composite restorations. Dent Mater. 2020 Jan;36(1):108-118.
9.   Haller, Bernd: Grundlagen und Reparatur von Kompositfüllungen. zm online; 01.02.2020. Heft 03 2020
10.   Mendes LT, Pedrotti D, Casagrande L, Lenzi TL. Risk of failure of repaired versus replaced defective direct restorations in permanent teeth: a systematic review and meta-analysis. Clin Oral Investig. 2022 Jul;26(7):4917-4927. 
11.   Reparatur/Korrektur von Kompositfüllungen – Schritt für Schritt. Zahnmedizin up2date 02/2017

Bild: © Getty Images / filadendron

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