25. April 2018

Zahnärztliche Privatabrechnung

5 weitere Tipps für mehr Honorar

Was Praxisinhaber noch alles tun können, um ihre Honorare zu steigern, erfahren Sie hier.

Lesedauer: 2 Minuten

Der folgende Beitrag von Judith Müller erscheint hier mit freundlicher Genehmigung der Ärztlichen Verrechnungsstelle Büdingen GmbH.

Tipp 6: Materialkosten aktualisieren

Ein erheblicher Kostenfaktor in der zahnärztlichen Praxis sind die alltäglich anfallenden Materialkosten. Im Zusammenhang mit zahnärztlichen Leistungen dürfen Materialkosten nur dann berechnet werden, wenn dies bei der Leistungsbeschreibung der GOZ-Ziffer ausdrücklich zugelassen oder in den allgemeinen Bestimmungen aufgeführt ist.

Sind Ihre Materialkosten noch auf dem aktuellen Stand? Werden tatsächlich alle verwendeten Materialien auch dem Patienten in Rechnung gestellt? Um Verluste für die Praxis zu vermeiden, sollten die Preise mindestens einmal im Jahr kontrolliert und aktualisiert werden.

Tipp 7: Begründen Sie höhere Faktoren

Der Gebührenrahmen der GOZ reicht vom 1,0-fachen bis zum 3,5-fachen des Gebührensatzes. Die nach Schwierigkeit und Zeitaufwand durchschnittliche Leistung wird mit dem 2,3-fachen Gebührensatz berechnet. Höhere Gebührenfaktoren müssen sorgfältig begründet werden, da sich sonst die Erstattung der Versicherungen verzögert. Nachfragen der Patienten erhöhen zudem den Verwaltungsaufwand.

Tipp 8: Honorarvereinbarungen treffen

Nach wie vor versäumen es viele Zahnärzte, das Potential von Honorarvereinbarungen gemäß GOZ § 2 Abs. 1, 2 und 3 konsequent auszuschöpfen. Die Honorarvereinbarung ermöglicht eine Steigerung des Faktors auch über das 3,5-Fache hinaus. Grundlage für die Kalkulation einer Honorarvereinbarung sollte der Stundensatz sein, den der Praxisinhaber für seine Arbeit anstrebt.

Tipp 9: Analogabrechnung nutzen

Viele moderne Behandlungsmethoden sind in der am 01.01.2012 in Kraft getretenen Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) nicht enthalten. Nutzen Sie die Möglichkeit der Analogabrechnung gemäß § 6 Abs. 1 GOZ. Die Analogposition sollte praxisindividuell kalkuliert werden.

Der Behandler hat einen Ermessensspielraum bei der Feststellung der Gleichwertigkeit. Nicht alle drei Kriterien (Art-, Kosten- und Zeitaufwand) müssen nebeneinander gleichrangig erfüllt werden. Auf eine korrekte Anlage der analogen Gebührennummer ist zu achten. Pauschalbeträge sind in der GOZ nicht erlaubt!

Tipp 10: Zeitnahe Rechnungsstellung

Rechnen Sie Behandlungen zeitnah ab. Je größer der Zeitabstand zwischen Behandlung und Rechnungsstellung, desto schlechter ist die Zahlungsmoral. Außerdem sichern Sie durch rasche Zahlungen der Patienten die Liquidität Ihrer Praxis.

Judith Müller ist als Abrechnungsexpertin bei Büdingen Dent, einem Dienstleistungsbereich der Ärztlichen Verrechnungsstelle Büdingen GmbH, tätig. Seit mehr als 20 Jahren unterstützt sie Zahnärztinnen und Zahnärzte in Abrechnungsangelegenheiten rund um die GOZ.

Bildquelle: © iStock.com/filadendron

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