16. Juli 2020

Ambulante Weiterbildung Auch urologische Fachärzte müssen gefördert werden

„Um künftig den wachsenden Bedarf an urologischen Fachärzten decken zu können, brauchen wir mehr ambulante Weiterbildungsstellen“, fordert Dr. Axel Schroeder, Präsident des Berufsverbands der Deutschen Urologen e. V. (BvDU) anlässlich aktuell laufender Gespräche zur Weiterbildungssituation in der Urologie. „Die finanzielle Förderung ist ein wichtiges Argument für junge Ärztinnen und Ärzte, einen Teil ihrer Weiterbildung in der ambulanten Versorgung zu absolvieren.“

Lesedauer: ca. 1 Minute

Bei Allgemeinmedizinern gibt es eine gesetzliche Bezuschussung durch die Kassenärztlichen Vereinigungen/Krankenkassen – für Fachärzte gibt es diese nicht in diesem Rahmen (§ 75a SGB V). Die Fachgruppe Urologie erhält nur hin und wieder Zuschüsse einzelner Kassenärztlicher Vereinigungen. Damit haben insbesondere Praxen nur einen geringen Anreiz, Weiterbildungsassistenten einzustellen. Laut Schroeder setze sich der Berufsverband beim Gesetzgeber intensiv dafür ein, damit sich nicht nur die Kassenärztlichen Vereinigungen, sondern auch die Krankenkassen sich an der Finanzierung beteiligen.

Drohender Nachwuchsmangel

„Wir müssen ein Umdenken herbeiführen, denn Urologen sind wichtige Grundversorger“, betont der BvDU-Präsident. „Ohne die finanzielle Förderung der urologischen Weiterbildung in Praxen droht besonders in ländlichen Gebieten eine ambulante medizinische Unterversorgung.“ Deutschlands Urologen sind aufgrund des demographischen Wandels zunehmend gefragt: Schon heute behandeln sie viele betagte sowie multimorbide Patienten mit Krebsleiden, Inkontinenz, Blasenentleerungsstörungen oder Prostataerkrankungen und leisten damit als anerkannte Grundversorger einen unverzichtbaren Beitrag.

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  1. Ambulante Weiterbildung: Auch urologische Fachärzte müssen gefördert werden; Berufsverband der deutschen Urologen e.V.; 16.07.2020

Bildquelle: © gettyImages/Nutthaseth Vanchaichana

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