28. November 2019

Weihnachtsgeld für Mitarbeiter?

Beschäftigte mit einem Tarifvertrag erhalten in der Regel Weihnachtsgeld, der Rest geht mehrheitlich leer aus. Wie handhaben es die Praxisinhaber mit der Sonderzahlung an ihre Angestellten?

Lesedauer: 2 Minuten

Der folgende Beitrag basiert auf der Frage „Weihnachtsgeld für Mitarbeiter – ja oder nein?” aus dem coliquio-Forum. Redaktion: Marc Fröhling

Weihnachtsgeld für alle: Der Zahnarzt „wagjoa“ zahlt an jeden seiner Mitarbeiter, inklusive der Reinigungskraft, 100 % des Bruttolohns zusätzlich im November als Weihnachtsgeld.
Zu seiner Zeit als Inhaber einer Zahnarztpraxis hatte „guemane“ für jede Mitarbeiterin ein 13. Monatsgehalt vereinbart, das aus steuerlichen Gründen zur Hälfte im Sommer und im Winter ausgezahlt wurde. „domino12“ aus der Inneren Medizin zahlt allen Mitarbeiterinnen zu Weihnachten 60 % des Bruttogehalts als Weihnachtsgeld aus. Eine vertragliche Fixierung hat er nicht und verweist seine Angestellten darauf, dass es sich hierbei um kein Gewohnheitsrecht handelt.

Auch bei Allgemeinmediziner „dpuetz“ erhalten alle Angestellten Weihnachtsgeld in Form einer freiwilligen Bonuszahlung. Diese fällt in jedem Jahr in unterschiedlicher Höhe als Beteiligung an den Privatumsätzen aus. Sein Gedanke dahinter: „Wer loyal ist und gut arbeitet, hat seinen Teil zum Praxiserfolg beigetragen und sollte dementsprechend belohnt werden.”

Aktuelle Diskussion im Forum: „Weihnachtsgeld für Azubi?”

Diese Bedenken haben Ihre Kollegen: Gynäkologin „joni19“ gibt zu bedenken, dass sie die Sonderzahlung für Weihnachten 2018 auch an eine ihrer MFA leisten musste, die sich in Elternzeit befindet und auch erst 2021 in den Beruf zurückkehrt.

Zurzeit zahlt Zahnmediziner „doctorb33“ das Weihnachtsgeld als 13. Gehalt im November aus. Er überlegt jedoch, die Zahlung künftig auf die restlichen Monate zu verteilen. Einige Kollegen äußern hier jedoch ihre Bedenken: So merkt Laboratoriumsmediziner „dudeldoc“ an, dass in diesem Fall aus einer freiwilligen, übertariflichen, widerrufbaren Sonderzahlung eine nicht widerrufbare Gehaltserhöhung wird. Außerdem warnt er vor schlechter Stimmung: Nach einem Jahr erinnere sich niemand mehr an die Umlegung der Sonderzahlung. Vielmehr würde in Zukunft die Frage gestellt werden: „Dieses Jahr kein Weihnachtsgeld?“

Kein Weihnachtsgeld, aber: Zahnmediziner „joeaumlhue“ zahlt zwar kein Weihnachtsgeld, dafür erhalten seine Mitarbeiter eine Leistungsprämie. „caremme“ aus derselben Fachrichtung bekennt sich dazu, kein Weihnachtsgeld zu zahlen. Viel zu oft hätten bei ihm Mitarbeiterinnen einige Monate nach der Sonderzahlung im November gekündigt. Heute zahlt er lieber ein höheres Gehalt oder vergibt Gutscheine an die Angestellten. „gabamxr“ aus der Gynäkologie veranstaltet für das Team eine Weihnachtsfeier und verteilt Gutscheine an die Mitarbeiter, ein vertraglich geregeltes Weihnachtsgeld wird dagegen nicht ausgezahlt.

1. coliquio-Thread vom 19.12.2018: „Weihnachtsgeld für Mitarbeiter – ja oder nein?”
2. coliquio-Thread vom 21.11.2019: „Weihnachtsgeld für Azubi?”

Titelbild: © Getty Images/Lothar Drechsel

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