11. Oktober 2019

Arztgehälter weltweit 2019

Der Medscape International Compensation Report 2019 vergleicht die Gehälter und -zufriedenheit 7 großer Nationen. Eine Übersicht der interessantesten Ergebnisse finden Sie in unserer Bildergalerie.

Lesedauer: 2 Minuten

Die Angaben stammen aus dem Medscape International Compensation Report 2019. Redaktion: Marc Fröhling

Auch international verdienen männliche Kollegen besser

Mit einem Jahresgehalt von 149.600 € vor Steuern stehen deutsche Ärzte im internationalen Vergleich an zweiter Stelle hinter den USA (282.000 €) und vor Großbritannien (126.600 €). Spanien, Brasilien und Mexiko liegen beim Durchschnittseinkommen deutlich darunter. Zu beachten sind hier selbstverständlich die Lebenshaltungskosten der einzelnen Länder, die vor allem in Mexiko deutlich geringer ausfallen. Mit Blick auf die Geschlechter zeigt sich auch im internationalen Vergleich, dass die weiblichen Kollegen das Nachsehen haben. Dies ist in jedem teilnehmenden Land sowohl bei hausärztlich tätigen Ärzten als auch bei Fachärzten der Fall. Die detaillierten Ergebnisse finden Sie in der folgenden Bildergalerie:

US-Ärzte verdienen am meisten – bei der teuersten Ausbildung

Abbildung 1

Zwar streichen US-Ärzte das höchste Gehalt ein, müssen hierfür jedoch mit jährlich bis zu 45.600 € an privaten Hochschulen das meiste Geld in ihre Ausbildung investieren. Sowohl dort als auch in Großbritannien wird die Ausbildung an staatlichen Einrichtungen mit 31.900 € sowie 10.000 € deutlich teurer veranschlagt als in den anderen teilnehmenden Ländern. Eine Besonderheit stellt Frankreich dar, wo private Einrichtungen nicht teurer als öffentliche medizinische Bildungsstätten sind. Hier kostet die Ausbildung jährlich 730 €. (s. Abbildung 1)

Abbildung 2

In allen teilnehmenden Ländern dauert das Medizinstudium mindestens 6 Jahre, in den USA und Frankreich werden 8 Jahre veranschlagt. Hinzu kommen jeweils im Schnitt 5 bis 7 Jahre bis zum Erwerb des Facharzttitels. In Deutschland kann diese Zeit je nach Fachrichtung bis zu 13 Jahren betragen, in Spanien lediglich zwischen 2 und 5 Jahren. (s. Abbildung 2)

Neben Patientenkontakt: Hoher Verwaltungsaufwand

Abbildung 3

Im Ländervergleich verbringen Hausärzte durchschnittlich 30 bis 40 Stunden am Patienten. Spitzenreiter ist hier Frankreich mit 45 (Ärzte) bzw. 43 Stunden (Ärztinnen). Mit 35 (Ärzte) und 32 Stunden (Ärztinnen), liegt Deutschland auf einem ähnlichen Niveau wie die übrigen Länder. (s. Abbildung 3)

Abbildung 4

Daneben stellen Verwaltung und Dokumentation einen beträchtlichen Teil der Arbeit dar. Etwa die Hälfte der Ärzte verbringt in der Woche zwischen 10 und 24 Stunden damit. In Deutschland, Brasilien und Mexiko scheint der Aufwand besonders hoch zu sein: Ein Viertel der Ärzte aus diesen Ländern verbringt in der Woche über 25 Stunden mit Büroarbeiten. (s. Abbildung 4)

Hier finden Sie den Medscape Gehaltsreport 2019 für deutsche Ärzte. Es zeigt sich: Steigende Gehälter allein reichen nicht aus. Zum Beitrag >>

Zufriedenheit mit dem Arztberuf überwiegt

Trotz häufiger Überstunden, Geschlechterunterschiede bei der Bezahlung und des hohen Verwaltungsaufwands ist die überwiegende Mehrheit der teilnehmenden Ärzte mit der eigenen Leistung zufrieden. In Deutschland sind dies 93 %, gefolgt von den USA und Großbritannien. Drei Viertel aller deutschen und US-amerikanischen Ärzte würden diesen Beruf zudem erneut ergreifen. Die detaillierten Ergebnisse finden Sie in der folgenden Bildergalerie:

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