
Teil 3: So schützen sich Ihre Kollegen: Tipps der coliquio-Ärzte
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Panikknopf, Tactical Pen, spezielles Amok-Konzept – wie kann ich mich und meine Mitarbeiter mit einfachen Mitteln vor gewalttätigen Patienten schützen? Die besten Tipps Ihrer Kollegen haben wir für Sie hier zusammengestellt. 1,2

Panikknopf und Tactical Pen: „neurob“, Facharzt für Neurologie und Psychiatrie, erzählt über den sogenannten „Panikknopf“ mit der direkten Verbindung zum Wachdienst, den er an seiner Anmeldung installieren lassen hat. Zudem berichtet er über einen Tactical Pen (ein Kugelschreiber, der auch als Waffe eingesetzt werden kann) sowie eine Taschenlampe, die er immer griffbereit bei sich trägt. Auch der Allgemeinmediziner „quaack“ berichtet, dass alle Mitarbeiter in seiner Praxis mit einem Tactical Pen ausgerüstet sind.

Schwere Gegenstände wegräumen: Ein Tipp, den viele Kollegen hilfreich finden: Alle Gegenstände, die von einem aggressiven Patienten im Moment des „Ausflippens“ nach Ihnen geworfen werden können (z.B. Reflexhammer, massive Schreibtisch-Sets, etc.), sollten weggeräumt werden.

Zuerst klingeln, dann eintreten: Der niedergelassene Augenarzt „nekrose“ hat kürzlich ein großes Schild an der Praxis-Eingangstür angebracht, welches alle eintreffenden Personen darauf hinweist, vor dem Eintreten zu klingeln. So schaffe er „erst einmal eine psychologische Schwelle, eine Art von roter Linie”. Die Patienten, die sich nicht an diese Regel halten, könne er so bereits im Vorfeld als potenziell gefährlich identifizieren.

Feuerlöscher für den Ernstfall: Der Kollege „dpuetz“, ebenfalls aus dem Bereich Allgemeinmedizin, hat sich bereits Gedanken für den Fall der Fälle gemacht. So könnte ein Praxismitarbeiter den Feuerlöscher holen und den Angreifer damit „großzügig löschen“. Das würde bereits mit zwei Metern Abstand funktionieren und niemanden umbringen. Diese Idee fanden viele Kollegen besonders nützlich.
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Überwachungskamera: „beralli“, Facharzt für Innere Medizin, erzählt, dass seine Ordination mit Überwachungskameras ohne Aufzeichnungsfunktion im allgemeinen Zugangsbereich (Eingangstür, Flur, Anmeldung, Wartezimmer) ausgestattet war. Damit könne man laut „beralli“ verdächtige und aggressive Personen vorzeitig von allen Räumen aus sehen.

Kurse, Übungen, etc.: Der Nutzer „feddrneha“ empfiehlt, Selbstverteidigungskurse zweimal jährlich aufzufrischen. „untersteiner“ erzählt aus ihrer Erfahrung, dass Kurse ihr in erster Linie dabei helfen, im Ernstfall selbst keine Angst zu bekommen und mit dem Stress besser umzugehen.
Teil 3: So schützen sich Ihre Kollegen: Tipps der coliquio-Ärzte