28. März 2019

Teil 2

Ab 1. April 2019: Wichtige Änderungen in der Praxis

Erfahren Sie hier, welche drei weiteren Änderungen im Bereich Gesundheit ab Anfang April in Kraft treten.

Lesedauer: 2 Minuten

Der folgende Beitrag beruht auf Informationen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung.1 Redaktion: Dr. Nina Mörsch

DMP Asthma: Dokumentation zum 1. April abschließen

Die Dokumentationssoftware für das Disease-Management-Programm Asthma wird geändert. Praxen müssen daher ab April die Konsultationen von Patienten, die ab dem zweiten Quartal 2019 erfolgen, mit der aktualisierten Software dokumentieren. Für Patienten aus dem vorherigen Quartal muss noch die alte Software verwendet werden. Um Probleme bei paralleler Nutzung von zwei Software-Versionen zu vermeiden, empfiehlt die KBV daher den Ärzten, alle Dokumentationen für das erste Quartal 2019 bis Ende März abzuschließen und zu versenden.

Hodgkin-Lymphome: PET/CT auch zum initialen Staging

Der Einsatzbereich für die Positronenemissionstomographie wird erneut erweitert: Ab April kann das bildgebende Verfahren auch beim initialen Staging eines Hodgkin-Lymphoms angewendet werden. Die Vereinbarung zur Qualitätssicherung wird entsprechend angepasst. Radiologen und Nuklearmediziner benötigen eine Genehmigung ihrer Kassenärztlichen Vereinigung (KV), wenn sie PET/CT-Leistungen durchführen und abrechnen wollen.

Welche Anforderungen sie konkret nachweisen müssen, steht in der ab 1. April aktualisierten Qualitätssicherungsvereinbarung PET, PET/CT.

Terminservice- und Versorgungsgesetz beschlossen

Am 14. März hat der Deutsche Bundestag das Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) verabschiedet. Mit Inkrafttreten des TSVG Ende April sollen folgende Regelungen starten:2

  • Ausbau der Terminservicestellen (TSS): Die TSS vermitteln dann auch Termine bei Haus- sowie Kinder- und Jugendärzten. Eine weitere Neuerung betrifft die Terminvermittlung für psychotherapeutische Akutbehandlungen, die dann innerhalb von zwei statt vier Wochen erfolgen muss.

  • Bessere Vergütung bei vermittelten Terminen: Ab Inkrafttreten des Gesetzes Ende April erhalten Ärzte und Psychotherapeuten alle Leistungen im Behandlungsfall, die aufgrund der Terminvermittlung durch die TSS erbracht werden, extrabudgetär und damit in voller Höhe vergütet. Zusätzlich werden ab August Zuschläge von bis zu 50 Prozent auf die Versicherten- und Grundpauschale gezahlt.

  • Hausärzte vermitteln dringende Termine bei Fachärzten: Die erfolgreiche Vermittlung eines dringenden Termins beim Facharzt durch den Hausarzt wird finanziell gefördert.

  • Sprechstunden: Mindestangebot von 25 Sprechstunden bei niedergelassenen Ärzten sowie die Einführung einer offenen Sprechstunde bei bestimmten Fachärzten.

  • Ab. 1. August: Leistungen für neue Patienten werden extrabudgetär vergütet.

  • Ab 1. Januar 2020: Spätestens zu Beginn des nächsten Jahres sollen die Terminservicestellen bundesweit unter der Telefonnummer des ärztlichen Bereitschaftsdienstes 116117 erreichbar sein.

1. Kassenärztliche Bundesvereinigung: Im Überblick: Neuerungen und Änderungen 2019

2. KBV: TSVG: Wesentliche Neuerungen im Überblick

Titelbild: ©iStock.com/wutwhanfoto

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