23. Juni 2021

11 digitale Kompetenzen, die Ärztinnen und Ärzte zukünftig benötigen

Die Digitalisierung schreitet auch in der Medizin voran. Lesen Sie hier, wie Ärztinnen und Ärzte dazu stehen und welche Kompetenzen Sie zukünftig benötigen.1

Lesedauer: 3 Minuten

Der folgende Beitrag wird vertreten von der Online-Arztpraxis Zava.

Welche Rolle spielt Digitalisierung in der Medizin?

In den letzten Jahren wurden die gesetzlichen Voraussetzungen für den digitalen Umschwung des Gesundheitssystems deutlich vorangetrieben. Trotz erkennbaren Wandels herrschen immer noch große Lücken in der Zusammenarbeit von Digitalisierung und Medizin.

Das bemerken einer Umfrage von Statista zufolge auch Patientinnen und Patienten: Danach waren im Jahr 2018 83 % der Befragten in Deutschland der Meinung, die Digitalisierung sei noch nicht im Gesundheitssystem sowie der Medizin angekommen.

Dabei bietet die digitale Medizin zahlreiche Chancen und Vorteile. So können durch digitale Hilfsmittel zum Beispiel Patientinnen und Patienten wieder mehr in den Mittelpunkt gerückt sowie Arbeitsabläufe und Prozesse effizienter gestaltet werden.

Das Thema Digitalisierung aus Sicht der Patienten und Ärzte

Dass das Interesse an digitalisierter medizinischer Versorgung seitens der Patientinnen und Patienten durchaus vorhanden ist, untermauern folgende Zahlen:

  • 70 Prozent der Deutschen suchen bei Google nach Krankheitsbildern.
  • 56 Prozent können sich vorstellen, über Videochat mit ihrer Ärztin oder ihrem Arzt zu kommunizieren.
  • 40 Prozent der Deutschen sind offen dafür, sich zukünftig von einem Roboter versorgen zu lassen.
  • 52 Prozent können sich vorstellen, dass Roboter in Zukunft Angehörige entlasten können.

Die Ärzteschaft greift auf digitale Technologien und Instrumente zur Prävention allerdings bisher nur wenig zurück. Ausschließlich die elektronische Gesundheitskarte sowie der digitale Dienstplan wurden im Jahr 2020 von ihnen genutzt. Fachleute sehen die Gründe hierfür bei vorhandenen Wissenslücken und fehlenden klaren gesetzlichen Grundlagen.

Die Ärztin Dr. med. Ulrike Thieme (stellv. Ärztliche Leiterin bei Zava) erklärt die Unsicherheit von vielen Ärztinnen und Ärzten wie folgt:

“Die digitale medizinische Versorgung ist an sich nichts Neues, jedoch müssen Fortschritte in verschiedenen Bereichen erfolgen. Entsprechende digitale Versorgungskonzepte und Technologien müssen sowohl für Arzt als auch für Patienten verfügbar und einfach anwendbar sein und bereits während der Entwicklung auf Sicherheit und Wirksamkeit überprüft werden. Auch die Anerkennung und Abrechnung der Kassen spielt eine wichtige Rolle. Der klinische Alltag ist für Ärzte aber unverändert intensiv und die Implementierung neuer digitaler Verfahren und das Erlernen dieser ist nicht immer einfach. Sich proaktiv zu involvieren übersteigt daher die Kapazitäten vieler, auch wenn das Interesse vorhanden wäre. Daher ist es äußerst wichtig, den Zugang für Ärzte einfach zu gestalten, so dass die Frage “‘Wo fange ich an?”’ gar nicht erst gestellt werden muss.”

Welche digitalen Kompetenzen braucht ein Arzt in Zukunft?

Neben organisatorischen, fachlichen, kommunikativen und sozialen Kompetenzen benötigen Mediziner und Medizinerinnen in Zukunft auch digitale Kompetenzen. Dazu gehört beispielsweise, dass digitale Innovationen verstanden und neue Prozesse angewendet werden. Dabei unterstützen unter anderem verschiedene Tech-Firmen, die Ärzte auf neue medizinische Technologien und Produkte spezialisieren. Dass die Digitalisierung die physische Präsenz von Ärzten ersetzt, ist aber nicht zu erwarten. Viel mehr führt die Digitalisierung zu einer Entlastung vieler Ärzte, mehr Zeit für Patienten und eine innovative Neugestaltung.

Für die Zukunft ist es wichtig, dass Ärzte die Digitalisierung als Chance und Ergänzung in der Medizin verstehen. Sie müssen an dem digitalen Wandel teilnehmen, statt zuzuschauen. Entsprechende Aus-, Weiter-, und Fortbildungen können dazu beitragen, die digitale Medizin zu einem neuen Werkzeug des Berufsalltags zu machen.

  • ZAVA ist der führende Anbieter telemedizinischer Leistungen für Patientinnen und Patienten in Deutschland und Europa. Seit 2011 wurden 4,5 Millionen Beratungen und Behandlungen für Patienten aus Deutschland, Großbritannien, Irland und Frankreich durchgeführt. Ärzte beraten und behandeln Patienten zeit- und ortsunabhängig per Internet, Telefon- und Video-Sprechstunde. Medikamente können per Versandapotheke zum Patienten nach Hause geschickt oder in der Apotheke vor Ort abgeholt werden.

    Über www.zavamed.com/de werden über 30 krankheitsspezifische Sprechstunden aus den Bereichen Männer- und Frauengesundheit, Innere Medizin sowie der Allgemein- und Reisemedizin per Anamnesebogen angeboten. Ergänzend zur Online-Arztpraxis können über die ZAVA-App direkte Arzt-Patienten-Gespräche per Video oder Telefon in Deutschland gebucht und durchgeführt werden.

  1. Statista, 2018: Digitalisierung im Gesundheitsmarkt – was Patienten sich wünschen

Bildquelle: © gettyImages/skynesher

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