14. November 2019

Das denken Ihre Kollegen

Informationsaustausch zwischen Ärzten: Probleme & Lösungen

Der Austausch mit Kollegen im Rahmen von Überweisungen und Konsiliarberichten kann zu einer zeitlichen und organisatorischen Herausforderung werden. Lesen Sie mehr über die Hürden, die auch Ihren Kollegen in der täglichen Arbeit begegnen und mögliche Lösungen.

Lesedauer: 3 Minuten

Das Digitale-Versorgungs-Gesetz stärkt elektronischen Austausch

Am 7. November 2019 wurde das Digitale-Versorgungs-Gesetz im Bundestag beschlossen.1 Es soll die Entwicklung von Gesundheits-Apps fördern und die Kommunikation im Alltag der Patientenversorgung erleichtern. So soll auch das Papier aus dem Informationsaustausch weichen, indem zum Beispiel der elektronische Arztbrief besser vergütet wird als das Fax.

Weiterhin viel Papierkram

Eine kürzlich veröffentlichte Umfrage im Rahmen des KBV-PraxisBarometers 2 ergab, dass zwar 76% der Arztpraxen die Patientendokumentation mehrheitlich digitalisiert haben, die praxisexterne Kommunikation jedoch zu 85% vor allem in Papierform stattfindet. Zwar schätzen die meisten Niedergelassenen den elektronische Arztbrief als nützlich ein, allerdings scheitert es vielerorts an der technischen Umsetzung, die aufwendig und zeitintensiv sowie mit Kosten verbunden ist.

Umfragen bei niedergelassenen coliquio-Ärztinnen und Ärzten

Genau diesem Thema widmete sich eine kürzlich durchgeführte Umfrage auf coliquio, an der sich coliquio-Mitglieder aus der ambulanten Patientenversorgung beteiligten. In der Stichprobe waren verschiedene Fachrichtungen vertreten, von Allgemeinmedizin über Chirurgie bis hin zur Anästhesie. Auch viele Kollegen aus der Zahnmedizin nahmen teil.

Überweisungen und Datenübermittlung am häufigsten

Die meisten Befragten übermitteln jeden Tag Patientendaten an ihre Kollegen, darunter hauptsächlich Chirurgen, Zahnärzte, Neurologen und Radiologen. Ebenfalls steht bei vielen täglich die Koordination von Überweisungen an.

Zweitmeinungen werden meist ein- bis drei Mal im Monat eingeholt. Diejenigen Fachgruppen, die verstärkt darauf zurückgreifen, stammen aus der Inneren Medizin und aus der Zahnmedizin.

Mit Abstand am häufigsten (42%) greifen coliquio-Ärzte zum Telefon, um sich mit Kollegen auszutauschen. Viele (25%) schreiben auch regelmäßig Emails. Den persönlichen Kontakt wählen 18% der Teilnehmer, während 13% auf Messenger wie WhatsApp zurückgreifen.

Schlechte Erreichbarkeit am Telefon…

Etwa ein Drittel der befragten coliquio-Ärzte geben an, dass ihre Kollegen meist schwer erreichbar sind. Das ist im ärztlichen Alltag nachvollziehbar, da die Zeiten zwischen den Patiententerminen knapp sind, wodurch es zur Glückssache wird, Kollegen direkt telefonisch zu erwischen. Zwar ist Telefonieren sicher, doch kann es für beide Kollegen zu langen Wartezeiten und einem Hin- und Her zwischen an- und zurückrufen kommen. Spezialisierte Messenger, mit denen eine asynchrone Kommunikation möglich ist, könnten dieses Problem lösen.

…und zweifelhafte Datensicherheit bei Emails

Beim Austausch per Mail stellt sich die Frage nach der Datensicherheit, denn nicht jeder digitale Weg ist adäquat verschlüsselt. Dessen sind sich ebenfalls ein Drittel der von coliquio befragten Ärztinnen und Ärzte bewusst. Wenn man selbst ein verschlüsseltes Emailsystem verwendet, kann es trotzdem sein, dass der Kollege ein solches nicht hat, was aus der Email-Adresse nicht immer ersichtlich ist.

Auch die Ergebnisse des PraxisBarometers zeigen, dass Niedergelassene Lücken in der Datensicherheit als Hemmschuh für die fortschreitende Digitalisierung des Gesundheitswesens sehen.
Die neuen Gesundheits-Apps müssen auch diesen Anforderungen gerecht werden und eine für Patientendaten adäquate Verschlüsselung aufweisen.

medflex-Messenger: Einfache und datensichere Lösung

Auf Basis dieser Bedürfnisse hat coliquio die Arzt-zu-Arzt-Funktion für den kostenlosen medflex-Messenger entwickelt. Über die sichere Verbindung können Ärzte nun direkt mit ihren Kollegen Kontakt aufnehmen. Alle coliquio-Mitglieder, die mit Klarnamen registriert sind, sind grundsätzlich anschreibbar. So können Sie zum Beispiel bei einem Kollegen, dessen Expertise Sie bereits kennen, über den Messenger einen Rat erbitten.

Die Software muss nicht auf dem PC installiert werden, sondern wird über den Webbrowser aufgerufen. Sämtliche Kommunikation, inklusive der übersandten Dokumente, wird sicher und DGSVO-konform gespeichert und ist damit automatisch dokumentiert.

Dateien der gängigen Formate, auch DICOM-Dateien, können per Drag-and-Drop in den gemeinsamen Chatverlauf gezogen und damit einfach und sicher übermittelt werden.

Jetzt testen: Als coliquio-Mitglied registrieren Sie sich für medflex nicht neu, sondern nutzen Ihre Zugangsdaten bei der Anmeldung:
Melden Sie sich gleich an >>

  1. Bundesministerium für Gesundheit: Ärzte sollen Apps verschreiben können. 11. November 2019
  2. Kassenärztliche Bundesvereinigung: Studie zeigt: Digitalisierung in Praxen schreitet voran 7. November 2019

Titelbild: © Getty Images/metamorworks

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