18. August 2022

Sexualverhalten junger MenschenJugendliche werden immer später sexuell aktiv

Sex und Sexualität ist heute in den Medien und im Alltag von Kindern und Jugendlichen überall präsent. Zum befürchteten Sittenverfall führt das jedoch nicht, wie aktuelle Daten des RKI zeigen. Insgesamt könnten die Ergebnisse dazu beitragen, Präventions- und Aufklärungskampagnen zur sexuellen und reproduktiven Gesundheit zu unterstützen.

Lesedauer: ca. 4 Minuten

Autor: Dr. med. Thomas Kron | Redaktion: Sebastian Schmidt

Kernbotschaften

Die Verfügbarkeit der Pille und ein relativ freizügiger Umgang mit Sex und Sexualität insbesondere in den Medien hat in manchen Bevölkerungskreisen immer wieder die Sorge aufkommen lassen, dass es mit Sitten und Sittsamkeit vor allem junger Menschen „bergab gehen“ könnte. Aktuelle Daten von Birte Hintzpeter und ihren Kolleginnen des Robert-Koch-Instituts sprechen nicht dafür. So zeigt ihre Auswertung von Daten der KiGGS Welle 2 (KIGGS: Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland) unter anderem, dass Jugendliche immer später sexuell aktiv werden und dass "im jungen Erwachsenenalter Sexualität überwiegend in festen Paarbeziehungen gelebt wird". Positiv ist auch, dass in Deutschland laut RKI die Zahl der gemeldeten Schwangerschaftsabbrüche niedrig ist und seit der Jahrtausendwende um rund 30 Prozent gesunken ist - von 134.964 im Jahr 2001 auf 94.596 im Jahr 2021.

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Daten von über 5000 Frauen und Männern 

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  • Von den befragten Jugendlichen und jungen Erwachsenen berichtete etwa jedes vierte Mädchen beziehungsweise jede vierte Frau (26,6%) und jeder fünfte Junge beziehungsweise Mann (20,6 %), bis zum Alter von 15 Jahren den ersten Geschlechts- verkehr erlebt zu haben. 
  • Mehr als die Hälfte der Befragten gab den ersten Geschlechtsverkehr vor der Volljährigkeit an (61,0 % der Mädchen und Frauen, 53,3 % der Jungen und Männer). 
  • Etwa jede fünfte Person hatte der Umfrage zufolge bis zum Alter von 20 Jahren noch keinen Geschlechtsverkehr. Im Alter von 30 Jahren sind es etwa vier Prozent der Frauen und neun Prozent der Männer. 
  • Mädchen und Frauen berichteten ein niedrigeres Alter beim ersten Geschlechtsverkehr als Jungen und Männer (Unterschied statistisch signifikant). 
  • Etwa jeweils zehn Prozent der Frauen und Männer gaben an, in den letzten zwölf Monaten keine Sexualkontakte gehabt zu haben. 
  • Mehr als zwei Drittel der Frauen (68,8 %) und mehr als die Hälfte der Männer (57,8 %) berichteten von einem Sexualkontakt in diesem Zeitraum.
  • Etwa 10 Prozent der Frauen und 12 Prozent Männer gaben zwei Kontakte an. 
  • Drei oder mehr Sexualkontakte wurden von etwa 11 Prozent der Frauen und etwa 20 Prozent der Männer berichtet. 
  • 76,5 % der Frauen und 59,1 % der Männer gaben an, zum Befragungszeitraum Verhütungsmittel verwendet zu haben. 
  • Weitere Analysen zeigten, dass Frauen und Männer, die in einer festen Partnerschaft leben, deutlich häufiger verhüten als Frauen und Männer ohne festen Partner (Frauen: 79,2% vs. 68,2 %, Männer: 63,1 % vs. 52,9 %). 
  • Pille und Kondom werden am häufigsten zur Verhütung verwendet. Mehr als die Hälfte der Frauen (62,1%) und Männer (57,0%) nannten die Pille als Verhütungsmethode.
  • Die Spirale wird dagegen deutlich seltener genutzt: 3,8 % der Frauen und 3,0 % der Männer gaben diese als Verhütungsmittel an. Sonstige Verhütungsmittel wie das Diaphragma, chemische Verhütungsmittel oder natürliche Methoden spielen der Befragung zufolge ebenfalls eine eher untergeordnete Rolle. Knapp neun Prozent der Frauen und knapp sieben Prozent der Männer dokumentierten, beim letzten Geschlechtsverkehr nicht verhütet zu haben. 
  • Außer nach der Einnahme der Pille wurden die Teilnehmerinnen auch nach der Notfallverhütung durch die „Pille danach“ gefragt. Knapp 31 Prozent der Frauen hat laut der Studie Erfahrung mit der Einnahme der „Pille danach“ angegeben. Auswertungen nach Alter, Bildung und Migrationsstatus hätten keine statistisch signifikanten Unterschiede gezeigt berichten die Autorinnen.

Jugendliche werden immer später sexuell aktiv

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Verhütungskompetenz ist bei jungen Menschen hoch

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Bildquelle: © Getty Images / sukanya sitthikongsak

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