16. August 2022

SARS-CoV-2-Infektionen sind bei Kindern kein Auslöser von Typ-1-Diabetes

Eine Registeranalyse von mehr als 51.000 Kindern und Jugendlichen aus Deutschland und den USA ergibt keinen Zusammenhang zwischen einer SARS-CoV-2-Infektion und präsymptomatischem Typ-1-Diabetes. Diese Daten stehen im Gegensatz zu früheren Studienergebnissen mit kleineren Kohorten, die auf eine erhöhte Inzidenz hingewiesen hatten.1–4

Lesedauer: ca. 2 Minuten

Redaktion: Marie Fahrenhold

Für die Entwicklung eines Typ-1-Diabetes sind genetische Faktoren und Umwelteinflüsse relevant. Auch Infektionen können die Pathogenese triggern. Daher ist bereits früh nach Auftreten der SARS-CoV-2-Pandemie begonnen worden zu untersuchen, ob es eine Assoziation zur Inzidenz von Typ-1-Diabetes bei Kindern geben könnte.

In mehreren Analysen, darunter aus dem deutschen Diabetes-Register DPV, hatte sich eine erhöhte Inzidenz von Typ-1-Diabetes-spezifischen Autoantikörpern im zeitlichen Zusammenhang mit Covid-19-Erkrankungen ergeben, nämlich von + 15 % bis zu + 40 % 2, 3. Nun ist die Frage in einer weiteren, gemeinsamen Analyse von Daten zweier großer Register in Colorado, USA, und Bayern untersucht worden 1.

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Studiendesign

  • Datenbasis: Screeningstudien aus den USA (Autoimmunity Screening for Kids [ASK] in Colorado; Kinder und Jugendliche von 1 bis 18 Jahren) und aus Deutschland (bayerische Fr1da-Studie; Kinder und Jugendliche von 1 bis 10,9 Jahre; 4)
  • Definition einer SARS-Infektion: Antikörper gegen die SARS-CoV-2-Rezeptorbindungsdomäne und Nukleokapsidproteine
  • Hinweis auf Typ-1-Diabetes: Tests auf zytoplasmatische Inselzell-Antikörper, Insulin-Autoantikörper, Antikörper gegen Glutamatdecarboxylase, Tyrosinkinase IA-2 und gegen den Zink-Transporter-8
  • Zeitrahmen: 2020 und 2021

Hauptergebnisse

  • Daten von 51.970 Kindern und Jugendlichen konnten ausgewertet werden, davon 47.253 in der bayerischen Fr1da-Studie und 4.717 aus dem Register in Colorado.
  • Eine SARS-Infektion hatten 1.524 Kinder aus dem Colorado-Register (32,3 %) hinter sich und 2.862 Kinder (6,1 %) aus dem Fr1da-Register
  • Multiple Inselzell-Autoantikörper wurden bei 0,45 % der Kinder aus dem Colorado-Register festgestellt und bei 0,30 % der Kinder aus dem Fr1da-Register
  • Die Prävalenzen multipler oder singulärer hochaffiner Inselzell- oder Insulin-Autoantikörper differierten nicht statistisch signifikant zwischen Teilnehmern mit und ohne durchgemachte SARS-CoV-2-Infektion.
  • Die Odds Ratios lagen für multiple Autoantikörper nach SARS-CoV-2 bei 1,06 (p = 0,83) und für singuläre Autoantikörper bei 1,34 (p = 0,36).
  • Die Ergebnisse blieben im Wesentlichen auch nach Mulitvariatenanalysen mit Berücksichtigung von Alter, Geschlecht oder genetischer Vorbelastung bestehen.

Klinische Bedeutung

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1. Rewers M, Bonifacio E, Ewald D, et al.: SARS-CoV-2 Infections and Presymptomatic Type 1 Diabetes Autoimmunity in Children and Adolescents From Colorado, USA, and Bavaria, Germany. JAMA 2022; doi:10.1001/jama.2022.14092
2. Kamrath C, Rosenbauer J, Eckert AJ, et al.: Incidence of type 1 diabetes in children and adolescents during the COVID-19 pandemic in Germany: results from the DPV Registry. Diabetes Care 2022; doi:10.2337/dc21-0969
3. Barrett CE, Koyama AK, Alvarez P, et al.: Risk for newly diagnosed diabetes >30 days after SARS-CoV-2 infection among persons aged
4. Ziegler AG, Kick K, Bonifacio E, et al.: Fr1da Study Group. Yield of a public health screening of children for islet autoantibodies in Bavaria, Germany. JAMA 2020; 323: 339-351.

Bildquelle: © Getty Images / Images By Tang Ming Tung (Symbolbild mit Fotomodell)

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