02. Juli 2021

STIKO-Vorsitzender zur Delta-Variante

Bei Kindern keine schweren Krankheitsverläufe 

Professor Thomas Mertens, Vorsitzender der Ständigen Impfkommission (STIKO), sieht keine Hinweise auf schwerere Krankheitsverläufe bei Kindern und Jugendlichen durch die Delta-Variante.1

Lesedauer: 1 Minute

„Wenn man sich die Daten genau anschaut, sowohl der ECDC als auch der UK-Berichterstattung, dann kann man eigentlich nicht finden, dass es einen Hinweis darauf gibt, dass die Delta-Variante zu schwereren Krankheitsverläufen bei Kindern und Jugendlichen führt”, sagte der Ulmer Virologe in einem Interview für die ZDF-Talkshow mit Maybrit Illner. Die „etwas hektischen Meldungen über die Bedeutung der Delta-Variante in dieser Altersgruppe” seien daher nicht nachvollziehbar.

Natürlich wisse die STIKO, dass es, wenn man die Kinder und Jugendlichen nicht impft, vermehrt Infektionsfälle geben werde. Aber „die Auswirkungen auf die Hospitalisierung sowohl in dieser Altersgruppe als auch in der Gesamtbevölkerung ist eher gering“ und damit auch auf den weiteren Verlauf der Pandemie in Deutschland unwesentlich, betonte Mertens in einer ZDF-Mitteilung.

Ob Impfungen für Kinder und Jugendliche daher allgemein empfohlen werden könnten, werde weiterhin „genau geprüft”. Man werde noch etwa drei bis vier Wochen brauchen, “um auch die Ergebnisse zu erhalten, die jetzt gerade die Fragen möglicher Nebenwirkungen dieser Altersgruppe endgültig klärt”.

Besonders die steigende Zahl von Myokarditiden nach mRNA-Impfung in den USA bedürfe noch einer genauen Analyse, so der STIKO-Vorsitzende. „Bei dem jetzt zugelassenen Impfstoff für die Altersgruppe der 12- bis 15-Jährigen, da werden wir noch etwa drei bis vier Wochen brauchen, um auch die Ergebnisse zu erhalten, die jetzt gerade die Fragen möglicher Nebenwirkungen dieser Altersgruppe endgültig klärt.”

Dieser Beitrag ist Original erschienen auf Univadis.de

Bild: © GettyImages/heckepics

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