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Ophthalmologie

13. Feb. 2025
Augenerkrankungen

Begünstigt Vapen die Entstehung einer Uveitis?

Forschende untersuchten den Zusammenhang zwischen dem E-Zigarettenkonsum (Vapen) und der Entwicklung einer Uveitis sowie anderer entzündlicher Augenerkrankungen. Haben Menschen, die vapen ein höheres Risiko als die, die Zigaretten rauchen?

Lesedauer: ca. 2 Minuten

Begünstigt Vapen die Entstehung einer Uveitis?
Begünstigt Vapen entzündliche Augenerkrankungen? (Foto: Getty Images | Wutthinan Yosmadee)

Autor: Javed Choudhury | Übersetzung und Redaktion: Anna Besson

Um das Risiko für die Entwicklung einer Uveitis bei E-Zigaretten-Nutzung zu untersuchen, nutzten Forschende die globale TriNetX-Datenbank. Diese enthält Daten von über 100 Millionen Patientinnen und Patienten aus den Vereinigten Staaten, Europa, dem Nahen Osten und Afrika.1

Uveitis: Risikovergleich Vaper vs. Nicht-Vaper

Basierend auf Diagnosecodes für Vaping und für eine nicht näher bezeichnete Nikotinabhängigkeit waren 419.325 Konsumentinnen und Konsumenten von E-Zigaretten im Alter von über 18 Jahren (Durchschnittsalter: 51,41 Jahre; 48,65 % Frauen) in die Studie einbezogen.

Mittels Propensity-Score-Matching wurden die Menschen, die vapen, mit denen verglichen, die keine E-Zigaretten konsumierten. Von der Studie ausgeschlossen waren Personen mit Begleiterkrankungen, welche das Uveitis-Risiko beeinflussen könnten.

Den primären Endpunkt stellte die Erstdiagnose einer Uveitis dar. Dafür kamen Diagnosecodes für die Iridozyklitis, unspezifizierte choroidale Entzündungen, posteriore Zyklitis, choroidale Degeneration, retinale Vaskulitis und Pan-Uveitis zum Einsatz.

Risiko für Uveitis bereits nach kurzer Zeit erhöht

Bei Menschen, die E-Zigaretten nutzten, war das Risiko, an einer Uveitis zu erkranken, signifikant höher als bei denen, die nicht vapten (Hazard Ratio [HR], 2,53; 95 %-KI, 2,33–2,76). Das Gleiche galt für:

  • Iridozyklitis (HR 2,59)
  • unspezifische chorioretinale Entzündung (HR, 2,34)
  • retinaler Vaskulitis (HR, 1,95)

Dieses erhöhte Risiko für die Entwicklung einer Uveitis wurde in allen Altersgruppen beobachtet und betraf alle Geschlechter und Personen unterschiedlicher ethnischer Hintergründe.

Das Risiko, an einer Uveitis zu erkranken, stieg bereits innerhalb von 7 Tagen nach dem Rauchen einer E-Zigarette (HR, 6,35) an und blieb auch 4 Jahre danach noch bestehen (HR, 2,58). Bei Personen, die sowohl E-Zigaretten als auch herkömmliche Zigaretten konsumiert hatten, wurde ein höheres Risiko für eine Uveitis beobachtet als bei denen, die nur herkömmliche Zigaretten rauchten (HR, 1,39).

Fazit

Laut der Autorinnen und Autoren zeigt diese Studie, dass Behandelnde, die vapende Menschen betreuen, sich des potenziell erhöhten Risikos einer neu auftretenden Uveitis bewusst sein sollten. Allerdings weisen sie auch auf die Einschränkungen der Studie hin. So war es aufgrund des retrospektiven Charakters der Studie nicht möglich, die direkte Kausalität zwischen dem Gebrauch von E-Zigaretten und dem Risiko für Uveitis-Erkrankungen zu bestimmen. Zudem fehlten den Forschenden Informationen über die Menge sowie die Dauer der E-Zigaretten-Exposition, was sich auf die Ergebnisse ausgewirkt haben könnte. Auch die Auswirkungen der Passivrauchbelastung durch Vaping oder herkömmliche Zigaretten ließen sich so nicht isolieren.

Dieser Beitrag erschien im Original auf Medscape.com.

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