09. November 2020

Zehn Promotionsstipendien für den Kampf gegen Leukämie

Für die Erforschung neuer Therapien gegen Leukämie und anderer Blut-und Knochenmarkserkrankungen vergeben die Deutsche José Carreras Leukämie-Stiftung (DJCLS) und die Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO) zehn Promotionsstipendien an DoktorandInnen in Berlin, Heidelberg, Frankfurt /M., Freiburg und München.1

Lesedauer: 2 Minuten

Pressemitteilung Deutsche José Carreras Leukämie-Stiftung (DJCLS) und die Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO)1^

AML und CAR-T-Zell-Therapie

Die feierliche Vergabe aller Stipendien fand im Rahmen einer virtuellen Veranstaltung der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO) und der Deutsche José Carreras Leukämie-Stiftung (DJCLS) am 5. November 2020 statt. Einen fachlichen Einblick in ihre interessanten Promotionsprojekte gaben die Stipendiaten in einer kurzen Präsentation vor Fachpublikum. Die José Carreras-DGHO-Promotionsstipendien sind mit jeweils 10.000 Euro und für die Dauer eines Jahres dotiert.

Bei den Projekten handelt es sich um vielversprechende und erkenntnisbringende Forschungsvorhaben, die wesentliche Bestandteile der aktuellen Grundlagenforschung bilden können. Von den insgesamt zehn Forschungsprojekten widmen sich acht der akuten myeloischen Leukämie (AML) und zwei davon der CAR-T-Zell-Therapie.

Die AML ist eine bösartige Erkrankung des blutbildenden Systems und die häufigste Form akuter Leukämien bei Erwachsenen. Trotz einer intensiven Chemotherapie kommt es dabei häufig zu Rückfällen. Die Erforschung von weiteren Angriffspunkten dient dazu, künftig neue und bessereTherapieansätze zu finden, von denen betroffene PatientInnen profitieren können.

Die CAR-T-Zell-Therapie ist eine wirksame und neuartige Behandlungsmethode, die bei schweren Formen von akuter lymphatischer Leukämie und bestimmten Formen des B-Zell-Lymphoms angewendet werden darf. Dennoch ist diese nicht für alle PatientInnen wirksam. Mechanismen des Ansprechens und der Wirksamkeit der CAR-T-Zell-Therapie zu untersuchen, ist Vorhaben von zwei Stipendiaten.

Patienten dauerhaft helfen

Die Deutsche José Carreras Leukämie-Stiftung hat bislang rund 11 Millionen Euro für Stipendienprogramme bereitgestellt. Dr. Ulrike Serini, Geschäftsführerin Deutsche José Carreras Leukämie-Stiftung: „Nur über kontinuierliche Forschung wird es uns gelingen, den noch bestehenden Bedarf an kurativen Therapien im Bereich der Leukämien und anderer bösartiger Blut- oder Knochenmarkserkrankungen zu decken und damit die Überlebens-und Heilungschancen von Patientinnen und Patienten zu verbessern. Daher unterstützen wir junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die einen Beitrag dazu leisten möchten, jeder Patientin und jedem Patienten dauerhaft zu helfen.“

Prof. Dr. med. Lorenz Trümper, Universitätsmedizin Göttingen, Klinik für Hämatologie und Medizinische Onkologie, Geschäftsführender Vorsitzender der DGHO: „In der gesamten Medizin gehören Hämatologie und Onkologie zu den innovativsten und spannendsten Fächern. Dabei ist unser Fach von einem beeindruckenden Fortschritt in der Diagnostik und Therapie von Blut-und Krebserkrankungen gekennzeichnet, der bereits jetzt unseren Patienten zugute kommt.

Der wissenschaftliche und ärztliche Nachwuchs ist hier mit seinem großen Engagement eine treibende Kraft, den wir für die Zukunft für unser Fach gewinnen wollen.Daher freuen wir uns ganz besonders, diese Dynamik durch die gemeinsame Vergabe der Promotionsstipendien mit der José Carreras Leukämie-Stiftung zu fördern und so einen Beitrag zur Entwicklung des medizinischen Fortschritts bei der Behandlung von Leukämien zu leisten.“

  1. Zehn Promotionsstipendien für den Kampf gegen Leukämie. Deutsche José Carreras Leukämie-Stiftung; 09.11.2020.

Bildquelle: © gettyImages/Bildnachweis:kukhunthod

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