20. Mai 2021

Journal Club

Pankreaskarzinom: 2 Jahrzehnte Forschung und kaum Fortschritt

Die Fortschritte der Systemtherapie bei duktalen Adenokarzinomen des Pankreas (PDAC) sind leider bislang nur begrenzt, trotz intensiver Forschungsbemühungen.1,2

Lesedauer: 1 Minute

Einschätzung des Experten

Zwar konnte die Genomik der Pankreaskarzinogenese immer besser definiert und bislang mehrere onkogene Veränderungen als Angriffspunkte herauskristallisiert werden wie z. B. mutierte Keimbahn-DNA-Schadensreaktionsgene (BRCA). Nichtsdestotrotz unterstreicht eine Reihe negativer Studien in der Spätphase des letzten Jahres weiterhin die Herausforderungen in der Behandlung des PDAC.

Multifaktorielle Therapieresistenz rechtfertigt weitere Erforschung der PDAC-“Omics” und des Tumor-Stroma-Immunzellen-Crosstalks. Ansätze der Präzisionsmedizin zur Behandlung des PDAC und zukünftige Perspektiven sind in der Diskussion, aber die konventionelle Gemcitabin-basierte Chemotherapie steht nach wie vor im Vordergrund der aktuellen Systemtherapie.

Zwei Jahrzehnte der Bemühungen, die Gemcitabin-Basis zu verbessern (67 Phase-II- und III-Studien mit 16.446 Patienten), die in den Zulassungen von Gemcitabin/Nab-Paclitaxel (Gem/NabP) und FOLFIRINOX gipfelten, sind zu verzeichnen und diese Therapien nach wie vor der Goldstandard für die Erstlinienbehandlung des lokal fortgeschrittenen, inoperablen und metastasierten PDAC.

Prof. Dr. Hans-Günter Mergenthaler ist Facharzt für Hämatologie und internistische Onkologie. Er war Professor an der Medizinischen Fakultät der Eberhard-Karls-Universität Tübingen und viele Jahre Ärztlicher Direktor der Klinik für Onkologie am Katharinenhospital in Stuttgart. Seit 2014 ist er in einer Privatpraxis für Internistische Onkologie und Hämatologie niederglassen.

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