13. Juni 2019

ASCO 2019: 3 Highlights aus der klinischen Onkologie

Zur Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) kamen etwa 40.000 Ärzte und Wissenschaftler in Chicago zusammen. Bei der größten Krebskonferenz der Welt wurden neue Ergebnisse zur Prävention, Diagnose und Therapie von Tumorerkrankungen präsentiert.

Lesedauer: 2 Minuten

Redaktion: Christoph Renninger

Bluttest für 12 Krebsarten

Das US-amerikanische Unternehmen GRAIL entwickelt einen Bluttest zur Diagnose von zwölf verschiedenen Krebsvarianten, der zudem bestimmen kann, wo im Körper sich der Tumor befindet. In einer Pilotstudie wurden 1422 Patienten mit bekannter Krebsdiagnose und 879 gesunde Personen untersucht.1

Der Test konnte Krebserkrankungen mit einer variierenden Erfolgsrate, je nach Art des Tumors, nachweisen. Die Sensitivität lag für Erkrankungen im ersten Stadium bei 34% und bei 84% für Erkrankungen in Stadium 3. Von den detektierten Tumoren konnte in 9 von 10 Fällen die ursprüngliche Lokalisation identifiziert werden.

Größere Studien sind nun geplant, um die Sensitivität und Spezifizität des Bluttests weiter zu untersuchen.

MONALEESA: Erfolg in der Brustkrebstherapie

Die Kombination einer spezifischen Therapie mit einer Hormonbehandlung hat das Gesamtüberleben bei prämenopausalen Frauen mit fortgeschrittenem Brustkrebs in einer klinischen Studie (Phase III) deutlich verlängert.2

3,5 Jahre nach Therapiebeginn waren 70% der Frauen, die mit Ribociclib (einem CDK4/6-Inhibitor) und einer Hormontherapie behandelt wurden, noch am Leben. In der Kontrollgruppe, welche die Standardtherapie und ein Placebo erhalten hatte, waren noch 46% am Leben. Durch eine gezielte Therapie konnte somit das Überleben deutlich verbessert werden.

Erstmals war eine Therapie mit einem CDK4/6-Inhibitor in Kombination mit einer endokrinen Therapie erfolgreich. Erfahren Sie mehr über das Wirkprinzip von CDK4&6-Inhibitoren.

K-Ras: Doch nicht unangreifbar?

Seit über 30 Jahren versuchen Wissenschaftler (bislang erfolglos) Medikamente gegen ein Molekül zu entwickeln, das bei vielen Krebsarten eine wichtige Rolle spielt: K-Ras. Nun wurden Ergebnisse eines experimentellen Wirkstoffs gegen eine bestimmte mutierte Version des Onkogens (KRASG12C) vorgestellt.

In einer derzeit laufenden Studie mit Lungenkrebs-Patienten konnten erstmals die Sicherheit und Verträglichkeit, sowie die Anti-Tumor-Aktivität des Wirkstoffs AMG 510 gezeigt werden. Allerdings liegen erst Daten von 10 Lungenkrebspatienten vor.

Sollte die Therapie aber für einen Teil von Krebspatienten wirksam sein, würden die Forscher für ihre Hartnäckigkeit belohnt werden.3

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