22. November 2019

Studie warnt vor später Geburtseinleitung: Abbruch wegen toter Babys

Schwedische Forscher weisen auf die Vorteile einer Geburtseinleitung nach 41 statt nach 42 Schwangerschaftswochen hin. Ihre Studie findet wegen trauriger Zwischenfälle ein vorzeitiges Ende. 1,2

Lesedauer: ca. 2 Minuten

Nach dem Tod mehrerer Babys haben schwedische Forscher eine Untersuchung über die Einleitung der Geburt bei langen Schwangerschaften vorzeitig abgebrochen. Fünf Babys, bei deren Müttern die Geburt nach der 42. Schwangerschaftswoche eingeleitet wurde, kamen bereits tot zur Welt, eines starb direkt nach der Entbindung, wie aus der im Fachmagazin British Medical Journal (BMJ 2019;367:l6131) veröffentlichten Studie Swepis hervorgeht. Die Studie sei wegen der Todesfälle aus ethischen Gründen abgebrochen worden, sagte Forschungsleiterin Ulla-Britt Wennerholm von der Universität Göteborg der Deutschen Presse-Agentur dpa.

Geburtseinleitung spätestens nach 41 Wochen

Die Forschungsergebnisse müssten zwar mit Vorsicht interpretiert werden, erklärten die Wissenschaftler. Wegen der drohenden Komplikationen empfehlen sie schwedischen Kliniken jedoch, werdenden Müttern eine Einleitung der Geburt spätestens nach 41 statt nach 42 Wochen anzubieten. Sie schätzten, dass mit der Einleitung nach 41 Wochen ein Todesfall pro 230 Schwangerschaften verhindert werden könne. Sara Kenyon von der Uni Birmingham schrieb dazu, die 41-Wochen-Option sehe wie die sicherere Alternative für Frauen und ihre Babys aus.

Studiendetails

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Deutschland: Überschreitung von 42 Wochen möglichst vermeiden

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1. Deutsche Presseagentur

2. Wennerholm U-B et al: Induction of labour at 41 weeks versus expectant management and induction of labour at 42 weeks (SWEdish Post-term Induction Study, SWEPIS): multicentre, open label, randomised, superiority trial. BMJ 2019;367:l6131

Bild: © GettyImages/Srisakorn

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