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30. Apr. 2025

Eichenprozessionsspinner, Zecke, Grasmilbe: So schützt man sich richtig

Das sonnige Wetter lädt zum Wandern und Verweilen in der Natur ein. Doch mit den steigenden Temperaturen beginnt auch wieder das große Krabbeln. Vor welchen Tieren sollte man sich wie in Acht nehmen? Eine Kurzübersicht.

Lesedauer: ca. 3 Minuten

Raupe des Eichenprozessionsspinners
Raupen des Eichenprozessionsspinners. (Foto: © Getty Images | CreativeNatur_nl)

Bei den frühsommerlichen Temperaturen zieht es viele Menschen hinaus in die Natur. Auch der 1. Mai bietet sich an für längere Wanderungen im Wald oder ein Picknick. Doch im Grünen sind auch kleine Plagegeister unterwegs, die man kennen sollte.

Wie kann man sich vor Zecken im Freien schützen?

Zecken sind Überträger der bakteriellen Lyme-Borreliose und die durch Viren verursachte
Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). Um sich vor einem Zeckenbiss zu schützen, empfiehlt etwa die Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz:

  •   Geschlossene Schuhe, lange Hosen und langärmlige Kleidung tragen
  •   Anti-Insektenspray auf Haut und Kleidung sprühen
  •   Nach Natur-Besuch Körper und Kleidung gründlich absuchen
  •   Zecken schnell und sachgerecht entfernen

Aktuell weist das Robert Koch-Institut in Deutschland 183 Kreise als FSME-Risikogebiete aus. Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit empfiehlt vor allem Menschen in Risikogebieten, ihren FSME-Impfschutz überprüfen zu lassen.

Wie viele Zecken unterwegs sind, hängt laut dem hessischen Landesamt für Gesundheit und Pflege nicht nur von den Temperaturen, sondern auch vom Niederschlag ab. „Die Zecke benötigt eine hohe Luftfeuchte und reagiert sehr empfindlich auf Trockenheit“, erklärte ein
Sprecher. 

Zum Herunterladen: Fact-Sheet zu Borreliose, FSME und Co.

Wie gefährlich sind Eichenprozessionsspinner?

Doch nicht nur Zecken stellen im Frühjahr und Sommer ein Risiko dar – auch der Eichenprozessionsspinner kann für Menschen problematisch werden. Ab Anfang Mai wirbeln die feinen Brennhaare dieser Raupen durch die Luft und können Juckreiz, Hautentzündungen und vereinzelt Nesselsucht hervorrufen, warnt Wiebke Pasligh vom NABU Rheinland-Pfalz. 

„Vor allem, wenn die Brennhaare in die Augen oder Atemwege kommen, kann es zu stärkeren Reaktionen führen“, so Pasligh. Bei Kontakt zu Nestern oder Raupen solle man deshalb die Augen nicht berühren, direkt duschen und Kleidung bei mindestens 60 Grad waschen.

Vom Eichenprozessionsspinner betroffene Bäume können im Wald dem örtlichen Förster gemeldet werden und im Siedlungsgebiet dem städtischen Umweltamt. Auch im eigenen Garten lässt sich einem Befall kaum vorbeugen – wer betroffene Stellen entdeckt, sollte diese auf keinen Fall selbst entfernen, sondern umgehend den zuständigen Stellen melden.

Starker Juckreiz: Sind Grasmilben schuld?

Neben Zecken lauern im Gras häufig Grasmilben. Die Bisse der nur wenigen Millimeter großen Tierchen können beim Menschen einen starken Juckreiz auslösen und Hautekzeme verursachen. Ab Juni schlüpfen die Larven der Grasmilbe – und machen sich auf die Suche nach einem geeigneten Wirt. Häufig sind das Haustiere oder Menschen.

Für den Schutz vor Grasmilben gilt ähnliches wie bei Zecken: Geschlossene Schuhe, lange Hosen und langärmlige Kleidung sichern Menschen in der Natur ab, genauso wie das Absuchen von Körper und Kleidung nach dem Ausflug ins Grüne. Wer den eigenen Garten vor einer Grasmilben-Plage bewahren will, dem empfiehlt die Gartenakademie Rheinland-Pfalz hauptsächlich den Kampf gegen mögliche Wirte. Vor allem Mäuse seien ein häufiges Ziel der Tierchen. 

Ist man von einer Grasmilbe gebissen worden, kann ein Juckreiz die Folge sein, Krankheiten übertragen die Tierchen nicht.

Schutz gegen asiatische Tigermücke

Wer sich vor der asiatischen Tigermücke schützen will, kann bereits präventiv tätig werden. Die schwarz-weiß gestreifte Stechmücke, die ursprünglich aus Südostasien stammt, sticht aggressiver als heimische Arten und kann verschiedene Viruserkrankungen wie Dengue- oder West-Nil-Fieber übertragen. Sie nutzt vor allem kleine, saubere Wasserbehälter wie Regentonnen, Gießkannen oder Blumentopfuntersetzer zur Eiablage und überwintert in Form von Eiern, aus denen ab August vermehrt Larven schlüpfen.

Um eine Ausbreitung zu verhindern, sollten laut Xenia Augsen von der Kommunalen Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage (KABS) mögliche Brutstätten im Garten vermieden oder mit engmaschigen Netzen abgedeckt und abgedichtet werden. Bei bereits vorhandenen Larven hilft das Abtöten mit heißem Wasser.

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