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Medizinische News

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12. Feb. 2025

Alltagsfrust: Ärzten vergeht die Lust am Arbeiten

Der Frust über den beruflichen Alltag bei Ärzten steigt. Deswegen spielen mittlerweile 28 % der angestellten Ärzte mit dem Gedanken, ihren Job an den Nagel zu hängen. Alarmierend: Die Zahl wächst. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage des Marburger Bundes (MB), durchgeführt vom Institut für Qualitätsmessung und Evaluation.

Lesedauer: ca. 1 Minute

Frustrierter Arzt am Schreibtisch
Frustration am Arbeitsplatz (Getty Images/humonia)

Autor: Christoph Starke, Presseagentur Gesundheit

Die Gründe für den Frust sind altbekannt: zu hohe Arbeitsbelastung, zu wenig Zeit für Patienten, gesundheitliche Einschränkungen, die Kluft zwischen Anspruch und beruflichem Alltag und nicht zufriedenstellende Konditionen.

Vor zwei Jahren kommt der gleiche MB-Monitor noch zu dem Ergebnis, dass 25 % mit einem Jobwechsel liebäugeln. Dr. Susanne Johna, 1. Vorsitzende des Marburger Bund, warnt davor, was passieren würde, wenn die Mediziner diese Gedankenspiele wirklich wahr machen würden. „Das wäre für die Versorgung ein Riesenproblem.“

Knapp die Hälfte klagt über Überlastung, 11 % gehen ständig über ihre Grenzen. Hauptproblem seien Verwaltungstätigkeiten: Dafür wenden 57 % der Angestellten laut Monitor im Schnitt mehr als 3 Stunden täglich auf. Eine Halbierung der Bürokratielast könnte 32.000 Vollzeitäquivalente freisetzen, sagt Johna. 

Zum ersten Mal in der MB-Monitor-Umfragereihe ist das Thema verbale und körperliche Gewalt im Berufsalltag abgefragt. Demnach haben nur 11 % noch keine Erfahrungen mit Beschimpfungen und Beleidigungen gemacht, mit physischen Auseinandersetzungen sahen sich bereits 54 % konfrontiert, allerdings dominieren dabei die Angaben „selten“ (42 %) und „nie“ (46 %). Nichtsdestotrotz fordert der Marburger Bund mehr Prävention sowie eine gesellschaftliche Debatte, um Gewalt in Krankenhäusern und Praxen nicht mehr hinzunehmen.

 Dieser Beitrag erschien im Original bei Univadis.

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