23. Oktober 2019

3. Auflage der Nationalen Versorgungsleitlinie zur chronischen Herzinsuffizienz

Die überarbeitete 3. Auflage der Nationalen Versorgungsleitlinie (NVL) zur chronischen Herzinsuffizienz ist erschienen. Betont wird ein individueller Behandlungsansatz unter Berücksichtigung der Komorbiditäten und der psychosozialen Situation.1

Lesedauer: 1 Minute

Sieben Kapitel wurden komplett überarbeitet

Für die 3. Auflage der Leitlinie wurden u. a. die Inhalte der folgenden Kapitel komplett überarbeitet:

  • Diagnostik
  • Therapieplanung
  • nicht-medikamentöse Therapie
  • Komorbiditäten
  • akute Dekompensation
  • Rehabilitation
  • Palliativversorgung

Die Inhalte der bereits 2017 aktualisierten Kapitel zur medikamentösen und invasiven Therapie sowie zur Versorgungskoordination wurden geprüft und bestätigt.

Berücksichtigung des Patientenwunsches

Die Neuauflage betont einen individuellen Behandlungsansatz, der Begleiterkrankungen, psychosoziale Aspekte und Präferenzen der Patienten mit berücksichtigt. Diskutiert werden beispielsweise der Stellenwert körperlichen Trainings, Besonderheiten der Behandlung bei Multimorbidität, Kriterien für eine stationäre Einweisung, Indikationen für Reha-Maßnahmen und die frühzeitige Planung für palliative Situationen.

Erstellung auf Grundlage wissenschaftlicher Evidenz

Erstellt nach den methodischen Vorgaben der evidenzbasierten Medizin, beruhen die Empfehlungen der Leitlinie sowohl auf der wissenschaftliche Evidenz aus Studien, als auch auf der klinischen Expertise des Gremiums sowie auf Erfahrungen von Betroffenen, die durch Patientenvertreter eingebracht wurden. Details zur methodischen Vorgehensweise, wie Evidenzbewertung oder Interessenkonfliktmanagement, werden zeitgleich im Leitlinienreport veröffentlicht.

Neue Informationen für Patienten

Als integraler Bestandteil der NVL wurden im Zuge der Überarbeitung weitere Patientenblätter zu wichtigen Entscheidungs- oder Informationssituationen entwickelt. Diese evidenzbasierten Materialien in laiengerechter Sprache beruhen auf den Empfehlungen der NVL. Sie sollen die behandelnden Ärzte in der Beratung der Patienten unterstützen und so zur gemeinsamen Entscheidungsfindung beitragen.

  • Das Programm für Nationale VersorgungsLeitlinien steht unter der Trägerschaft von Bundesärztekammer (BÄK), Kassenärztlicher Bundesvereinigung (KBV) und der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF). Zu ausgesuchten Erkrankungen hoher Prävalenz werden unter Berücksichtigung der Methoden der evidenzbasierten Medizin versorgungsbereichsübergreifende Leitlinien entwickelt und implementiert. Mit der Durchführung, Organisation und methodischen Begleitung wurde das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) beauftragt.

  1. Pressemitteilung idw, Nationale VersorgungsLeitlinie Chronische Herzinsuffizienz veröffentlicht. 22.10.2019

Bildquelle: © Getty Images/DouglasOlivares

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