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Wichtige Leitlinien im Überblick

04. Dez. 2024
Stevens-Johnson-Syndrom und toxisch epidermale Nekrolyse

S3-Leitlinie Diagnostik und Therapie der epidermalen Nekrolyse

Die Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG) hat federführend die erste S3-Leitlinie zu Diagnostik und Therapie des Stevens-Johnson-Syndroms (SJS) und der toxischen epidermalen Nekrolyse (TEN) veröffentlicht. Ziel ist es, die Versorgung dieser lebensbedrohlichen Überempfindlichkeitsreaktionen zu verbessern und Morbidität sowie Mortalität zu senken.

Lesedauer: ca. 1 Minute

 S3-Leitlinie zu Diagnostik und Therapie des Stevens-Johnson-Syndroms (SJS) und der toxischen epidermalen Nekrolyse (TEN
(Foto: © Olan Dah | Dreamstime.com)

Basisdaten

  • Leitlinie: S3-Leitlinie Diagnostik und Therapie der epidermalen Nekrolyse (Stevens-Johnson-Syndrom und toxisch epidermale Nekrolyse) SJS-TEN
  • Stufenklassifikation: S3
  • AWMF-Register-Nr.: 013 - 103
  • Stand: 16.09.2024; gültig bis 31.12.2027
  • Federführende Fachgesellschaften: Deutsche Gesellschaft für Dermatologie (DDG)

Beim Stevens-Johnson-Syndrom bzw. der toxisch epidermalen Nekrolyse als Maximalvariante handelt es sich um akute, schwere Überempfindlichkeitsreaktionen mit einer Ablösung der Haut bzw. der Schleimhäute, die mit einer Mortalität mit bis zu 20-50 % einhergehen und üblicherweise durch Medikamente oder Infektionen verursacht werden. Trotz der Schwere der Erkrankung und der Notwendigkeit eines strukturierten interdisziplinären Behandlungskonzeptes stand in Deutschland bislang keine Leitlinie für SJS/TEN zur Verfügung.

Die Ziele der neuen S3-Leitlinie:

  • Reduktion von Morbidität und Mortalität eines Steven-Johnson-Syndroms/ toxisch epidermalen Nekrolyse (SJS/TEN) durch Verbesserung von Diagnostik, Therapie und Anschlussversorgung entsprechend der Empfehlungen der Leitlinie.
  • Identifikation von weiterem Forschungsbedarf und Werkzeugen zur Messung der Qualität der Versorgung.

Die Leitlinie richtet sich an Dermatologen, Intensiv- und Verbrennungsmediziner, Kinder- und Jugendmediziner, Ophthalmologen, Gynäkologen, Urologen, Schmerzmediziner, Psychotherapeuten, Pflegepersonal sowie alle an der Versorgung von EN beteiligten ärztlichen und nicht-ärztlichen Fachgruppen. Darüber hinaus sollen Betroffene und deren Angehörige Informationen zur medizinischen Versorgung der Erkrankung in der Akut- und Postakutphase erhalten.

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