
Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie und die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft haben aktuell die S2k-Leitlinie „Sekundärprophylaxe ischämischer Schlaganfall und transitorische ischämische Attacke“ veröffentlicht.1,2
Lesedauer: ca. 1 Minute

Redaktion: Dr. Linda Fischer
Teil 1 der Leitlinie befasst sich mit der medikamentösen Behandlung der „klassischen“ Risikofaktoren, der Thrombozytenaggregation und der Antikoagulation. So sollte etwa der Blutdruck nach einem Schlaganfall oder einer TIA langfristig < 140/90 mmHg gesenkt werden, in bestimmten Situationen auf systolisch 120–130 mmHg.
Zur Thrombozytenaggregationshemmung werden ausschließlich Acetylsalicylsäure, Clopidogrel und Ticagrelor empfohlen. Bei Betroffenen mit Vorhofflimmern sollte immer eine orale Antikoagulation erfolgen, mit direkten oralen Antikoagulanzien oder Vitamin-K-Antagonisten.
Der zweite Teil der Leitlinie fokussiert auf Lebensstilmodifikation, Indikationen zur oralen Antikoagulation jenseits des Vorhofflimmerns, Therapie von Dissektionen der hirnversorgenden Arterien, Behandlung intrakranieller Gefäßstenosen, Hormonersatztherapie, Diabetes mellitus bei Menschen mit Schlaganfall und obstruktives Schlafapnoesyndrom.
Die Leitlinie rät u. a. zu regelmäßiger körperlicher Aktivität. Der regelmäßige Verzehr von Obst und Gemüse oder eine mediterrane Diät senken das Risiko eines Schlaganfallrezidivs und vaskulärer Folgeereignisse, dabei sollte der Salzkonsum reduziert werden.
Diese Themen könnten Sie auch interessieren: