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Wichtige Leitlinien im Überblick

01. Juni 2022

S2k-Leitlinie Sekundärprophylaxe ischämischer Schlaganfall und transitorische ischämische Attacke

Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie und die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft haben aktuell die S2k-Leitlinie „Sekundärprophylaxe ischämischer Schlaganfall und transitorische ischämische Attacke“ veröffentlicht.1,2

Lesedauer: ca. 1 Minute

MRT Schädel
Kürzlich wurde die S2k-Leitlinie Sekundärprophylaxe ischämischer Schlaganfall und transitorische ischämische Attacke publiziert. Symbolbild (Foto: Getty Images / utah778)

Redaktion: Dr. Linda Fischer

Basisdaten

  • Leitlinie: S2k-Leitlinie Sekundärprophylaxe ischämischer Schlaganfall und transitorische ischämische Attacke (Teil 1: Plättchenhemmer, Vorhofflimmern, Hypercholesterinämie und Hypertonie; Teil 2: Lebensstil, arterielle Stenosen, andere Antithrombotika-Indikationen, Hormone, Diabetes mellitus, Schlafapnoe)
  • Stufenklassifikation: S2k (konsensbasiert)
  • AWMF-Register-Nr.: Teil 1: 030 - 133; Teil 2: 030 - 143
  • Stand: Teil 1: 20.05.2022; gültig bis 19.05.2027; Teil 2: 01.02.2022; gültig bis 31.01.2027
  • Federführende Fachgesellschaft: Deutsche Gesellschaft für Neurologie e. V. (DGN), Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft e. V. (DSG)

Hintergründe zu Teil 1 und Teil 2 der Leitlinie

Teil 1 der Leitlinie befasst sich mit der medikamentösen Behandlung der „klassischen“ Risikofaktoren, der Thrombozytenaggregation und der Antikoagulation. So sollte etwa der Blutdruck nach einem Schlaganfall oder einer TIA langfristig < 140/90 mmHg gesenkt werden, in bestimmten Situationen auf systolisch 120–130 mmHg.

Zur Thrombozytenaggregationshemmung werden ausschließlich Acetylsalicylsäure, Clopidogrel und Ticagrelor empfohlen. Bei Betroffenen mit Vorhofflimmern sollte immer eine orale Antikoagulation erfolgen, mit direkten oralen Antikoagulanzien oder Vitamin-K-Antagonisten.

Der zweite Teil der Leitlinie fokussiert auf Lebensstilmodifikation, Indikationen zur oralen Antikoagulation jenseits des Vorhofflimmerns, Therapie von Dissektionen der hirnversorgenden Arterien, Behandlung intrakranieller Gefäßstenosen, Hormonersatztherapie, Diabetes mellitus bei Menschen mit Schlaganfall und obstruktives Schlafapnoesyndrom.

Die Leitlinie rät u. a. zu regelmäßiger körperlicher Aktivität. Der regelmäßige Verzehr von Obst und Gemüse oder eine mediterrane Diät senken das Risiko eines Schlaganfallrezidivs und vaskulärer Folgeereignisse, dabei sollte der Salzkonsum reduziert werden.

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