
In der Leitlinie finden sich neue Vorschläge zum therapeutischen Vorgehen für verschiedene Neglect-Schweregrade. Zudem wird auf Erweiterungen durch „Augmented Reality“- und von „Virtual Reality“-Verfahren eingegangen.1,2
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Redaktion: Dr. Linda Fischer
Neglect ist eine der häufigsten kognitiven Störungen nach einer Schädigung der rechten Hemisphäre. Das Explorationstraining wird in der Leitlinie durch Vorschläge zum therapeutischen Vorgehen für diverse Neglect-Schweregrade ergänzt. Zudem gibt es nun Erweiterungen durch den Einsatz von „Augmented Reality“- und von „Virtual Reality“-Verfahren.
Für die Behandlung der Neglect-Symptomatik hat sich unter den Non-Invasive Brain Stimulation (NIBS)-Verfahren das kontinuierliche Theta-Burst Stimulation (cTBS)-Protokoll als wirksam erwiesen. Zur Behandlung des Pusher-Syndroms werden Visuelles-Feedback-Training und robotergestütztes Laufbandtraining erfolgreich eingesetzt.
Für die Behandlung des Neglects liegt für viele Therapieverfahren eine Reihe randomisierter und kontrollierter Studien vor. Teilweise rarer gesät sind sie für die Behandlung anderer Störungen der Raumkognition, die heterogener und z. T. seltener sind. Die Auswertung einzelner methodisch hochwertiger und gut dokumentierter Studien bietet hier zum heutigen Stand die einzige Grundlage für Empfehlungen.
Zur Behandlung des Neglects wird empfohlen:
Bei der Behandlung von Störungen der visuell-räumlichen Wahrnehmung werden Übungsverfahren empfohlen, bei denen die Probandinnen und Probanden Rückmeldung über die Korrektheit bzw. Genauigkeit ihres jeweiligen Wahrnehmungseindrucks erhalten.
Bei visuokonstruktiven und topografischen Störungen und zur Behandlung des Bálint-Syndroms können, Stand heute, keine Behandlungsempfehlungen gegeben werden.
Zur Behandlung des Pusher-Syndroms wird empfohlen:
In unserem Überblick zu Leitlinien der Neurologie finden Sie eine Auswahl neuer und aktualisierter Leitlinien und Empfehlungen, die besonders für Neurologinnen und Neurologen relevant sind.