
Im klinischen Alltag kommt ein Liquorunterdruck-Syndrom nach diagnostischer Lumbalpunktion oder spinaler Anästhesie häufig vor. Das spontane Liquorunterdruck-Syndrom wird hingegen häufig fehlinterpretiert. Die Leitlinie möchte präzise diagnostische Kriterien an die Hand geben und nennt Therapieoptionen abhängig von der Genese des Syndroms.1
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Redaktion: Dr. Linda Fischer
Im Folgenden finden Sie Auszüge neuer Empfehlungen der Leitlinie.
Gemäß einer aktuellen Cochrane-Untersuchung liegt „mäßige Evidenz“ dafür vor, dass atraumatische Nadeln das Risiko eines postpunktionellen Syndroms verringern können, ohne die Gefahr unerwünschter Effekte (z. B. Rückenschmerzen, Parästhesien) zu erhöhen. Diese Einschätzung wird durch eine unlängst veröffentlichte Metaanalyse gestützt.
Forscherinnen und Forscher wiesen in Cochrane-Analysen zudem die Effektivität von Koffein, Gabapentin und Theophyllin bei der Behandlung des Syndroms nach, heißt es in der Leitlinie. Ebenso wurde die Wirksamkeit des epiduralen Blutpatches bestätigt. Eine vorbeugende Anwendung des Patches wird allerdings nicht empfohlen.
Die spontane intrakranielle Hypotension ist eine unterdiagnostizierte Erkrankung, die sich durch orthostatische Kopfschmerzen und Liquorverlust-Anzeichen in der Bildgebung auszeichnet. Ursächlich sind spinale Liquorfisteln, die wiefolgt unterteilt werden können:
In therapierefraktären Situationen kann ein mikrochirurgischer Verschluss des Duralecks eine Heilungsrate von > 90 % erzielen, sofern das Leck präzise lokalisiert werden kann.1,2
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