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Wichtige Leitlinien im Überblick

11. Jan. 2024
Neue S2k-Leitlinie

Erster epileptischer Anfall und Epilepsien im Erwachsenenalter

Die neu konzipierte S2k-Leitlinie Erster epileptischer Anfall und Epilepsien im Erwachsenenalter beschreibt neben den diagnostischen Schritten nach einem ersten epileptischen Anfall das gesamte therapeutische Spektrum.

Lesedauer: ca. 1 Minute

Neuronenzellen
Die S2k-Leitlinie Erster epileptischer Anfall und Epilepsien im Erwachsenenalter wurde neu konzipiert (Symbolbild). (Foto: © Getty Images / koto_feja)

Redaktion: Marc Fröhling

Basisdaten

  • Leitlinie: Erster epileptischer Anfall und Epilepsien im Erwachsenenalter
  • Stufenklassifikation: S2k (konsensbasiert)
  • AWMF-Register-Nr.: 030 - 041
  • Stand: 01.09.2023; gültig bis 31.08.2028
  • Federführende Fachgesellschaften: Deutsche Gesellschaft für Neurologie e.V. (DGN); Deutsche Gesellschaft für Epileptologie (DGfE)

Inhalte der Leitlinie

Mit einer Prävalenz von etwa 0,7 % gehören Epilepsien zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen in Industrieländern. Aufgrund der sich rasant entwickelnden Forschung im Bereich der Epilepsie wurde die bisherige S1-Leitlinie völlig neu konzipiert und im Herbst des vergangenen Jahres unter Federführung der Deutschen Gesellschaft für Neurologie e.V. (DGN) sowie der Deutschen Gesellschaft für Epileptologie (DGfE) als S2k-Leitlinie veröffentlicht, um therapeutische Innovationen rasch in den klinischen Alltag überführen zu können.

Zur bestmöglichen Diagnostik, Therapie und Beratung umfasst die Leitlinie fünf große Themenbereiche:

  • Management erster epileptischer Anfall: Empfehlungen zur Diagnostik und zur Indikation sowie
  • Pharmakotherapie zum Einsatz anfallssupressiver Medikation.
  • Epilepsiechirurgie: Führt die medikamentöse Therapie nicht zur Anfallsfreiheit, werden Empfehlungen zur Diagnostik und zu therapeutischen Ansätzen der Epilepsiechirurgie gegeben.
  • Komplementäre und supportive Therapieverfahren adressieren Patientinnen und Patienten, die auch mithilfe der Epilepsiechirurgie nicht anfallsfrei werden oder für die diese Verfahren nicht infrage kommen.
  • Psychosoziale Aspekte spielen bei chronischen Erkrankungen wie Epilepsie eine relevante Rolle. Daher gibt die Leitlinie Empfehlungen zur Behandlung von psychischen Komorbiditäten bei Menschen mit Epilepsie.
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