Neue S2k-Leitlinie „Diabetes und Parodontitis“ veröffentlicht
Die Erkrankungen Diabetes und Parodontitis beeinflussen sich gegenseitig in Entstehung, Progression und Therapie. Unter Federführung dreier Fachgesellschaften ist nun erstmals eine S2k-Leitlinie zum Thema erschienen.
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Der folgende Beitrag basiert auf einer Pressemitteilung der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK). Redaktion: Marc Fröhling
Basisdaten
- Leitlinie: S2k-Leitlinie Diabetes und Parodontitis
- Stufenklassifikation: S2k
- AWMF-Register-Nr.: 083 - 015
- Stand: 31.07.2024; gültig von bis 30.07.2029
- Federführende Fachgesellschaften: Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde e.V. (DGZMK); Deutsche Gesellschaft für Parodontologie e.V. (DG PARO); Deutsche Diabetes Gesellschaft e.V. (DDG)
Diabetes und Parodontitis: Eine bidirektionale Beziehung
Die hohe Prävalenz und Inzidenz von Diabetes mellitus in Deutschland verlangen verstärkte Bemühungen, um die Versorgung von Betroffenen zu optimieren. Gleichzeitig leiden Menschen mit Diabetes überzufällig häufig an einer Entzündung des Zahnhalteapparates, der Parodontitis, einer anderen hochprävalenten Volkskrankheit. Beide Erkrankungen stehen in einer bidirektionalen Beziehung zueinander und beeinflussen sich wechselseitig in Entstehung, Progression und Therapie.
Erstmals ist nach den Regularien der AWMF (Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften) eine S2k-Leitlinie zu diesem Thema entwickelt worden. Federführend durch die DG PARO, die DDG sowie die DGZMK wurde in Zusammenarbeit mit elf weiteren beteiligten Fachgesellschaften und Institutionen eine breit konsentierte Orientierungshilfe erarbeitet.
Ziele der neuen Leitlinie
Ziel dieser Leitlinie ist es, die an der Prävention, Früherkennung, Diagnostik und Therapie bei der Erkrankung beteiligten Fachdisziplinen sowie die betroffenen Patientinnen und Patienten über diese Zusammenhänge aufzuklären und damit die Qualität der Versorgung zu verbessern.

