05. November 2019

Neue S1-Leitlinie

Okklusale Dysästhesie – Diagnostik und Management

Lesedauer: 1 Minute

Die Okklusale Dysästhesie (OD) beschreibt ein Krankheitsbild, bei dem Patienten Zahnkontakte oder den Biss dauerhaft als störend oder unangenehm empfinden, ohne dass entsprechende okklusale Diskrepanzen objektivierbar sind.

In ausgeprägten Fällen suchen die Betroffenen immer neue Behandler auf, mit der vergeblichen Bitte, die Okklusion zu korrigieren oder den Biss richtig einzustellen. Erschwerend kommt hinzu, dass die Patienten auch nach einer langen Behandlungsodyssee auf die empfundenen okklusalen Störungen fixiert bleiben und sich in der Folge häufig einer notwendigen interdisziplinären Therapie verschließen.

Auch wenn die neurologischen und psychiatrischen Hintergründe für das Entstehen einer OD noch nicht im Detail verstanden sind, soll es Ziel dieser Leitlinie sein, basierend auf der aktuell verfügbaren Literatur, Kriterien zur differentialdiagnostischen Abgrenzung einer OD zu formulieren und Hinweise zur rechtzeitigen, interdisziplinären Intervention zu geben. Zahnärzte und Sachverständige finden in der deutschsprachigen Fachliteratur zu diesem Thema bisher keine zusammenfassende Darstellung. Die neue Leitlinie soll diese Lücke schließen.

Bildquelle: © Getty Images/YakubovAlim

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