05. Dezember 2019

Treatfair-Umfrage 2020

Ein weiterer Schritt zu besseren Arbeitsbedingungen?

Die Treatfair Umfrage 2020 hat am 1. Dezember begonnen. Mit der Teilnahme daran setzen Krankenhausärzte ein Zeichen für bessere Arbeitsbedingungen, schaffen Transparenz und geben so Krankenhäusern einen Anreiz zu einer zeitgemäßen Mitarbeiterbehandlung.

Lesedauer: 2 Minuten

Dieser Beitrag wird vertreten durch die Ärzteinitiative Treatfair.

In der Treatfair Umfrage fordert die gleichnamige Ärzte-Initiative wie auch schon im Vorjahr alle Krankenhausärzte im deutschsprachigen Raum auf, ihre Arbeitszufriedenheit anzugeben. Daraus ermitteln sie wieder eine Liste der attraktivsten Krankenhausabteilungen. Mit diesem so entstehenden Treatfair Ranking können Krankenhausärzte sich also selbst eine Orientierungshilfe bei der Stellensuche an die Hand geben.

Bessere Arbeitsbedingungen durch Transparenz?

Durch diese transparente Auflistung der mitarbeiterfreundlichsten Abteilungen haben Krankenhäuser erstmals einen deutlich größeren Nutzen davon, gute Arbeitsbedingungen anzubieten. Medizinern ist zwar immer mehr klar, dass sie sich nicht mehr allen Schikanen aussetzen müssen, wie es früher noch weitverbreitet der Fall war, als zig Bewerber auf eine Stelle kamen. Doch wo die attraktivsten Bedingungen herrschen oder wer die beste Ausbildung und flexible Arbeitszeiten bietet, das wissen die wenigsten.

Jüngere Ärzte werden sich vermutlich dorthin orientieren, wo eine gute Ausbildung, nette Atmosphäre und Work-Life-Balance geboten werden. Krankenhäuser, die das langfristig nicht bieten, verlieren mutmaßlich nicht nur Attraktivität, sondern damit auch Bewerber und dadurch qualifiziertes Personal.

Treatfair Umfrage 2020

Zur Umfrage klicken Sie bitte hier.

Umfragezeitraum: 01.12.2019 bis 31.01.2020

Dauer der Umfragebearbeitung: 3-4 Minuten

Veröffentlichung der Ergebnisse in Form des Treatfair Rankings voraussichtlich April/Mai 2020.

Elemente der Demokratie

Mit der Teilnahme an der Umfrage gibt jeder Krankenhausarzt aber nicht nur seine Zufriedenheit ab. Allein mit dem Ausfüllen setzt jeder Teilnehmer ein Zeichen für die Wichtigkeit des Themas: Je mehr Ärzte an der Umfrage teilnehmen, desto aussagekräftiger wird das Ranking sein. Und das Zeichen, das Krankenhausärzte gemeinsam für bessere Arbeitsbedingungen setzen, werden Krankenhäuser vermutlich nicht ohne weiteres ignorieren können.

So kann jeder einzelne Arzt mit seinem Votum dafür sorgen, dass attraktive Arbeitsbedingungen auch in den Führungsetagen von Krankenhäusern einen immer höheren Stellenwert erfahren.

  • Die Ärzteinitiative Treatfair hat sich zum Ziel gesetzt, attraktive Krankenhausabteilungen aufzuzeigen und so den Wettbewerb, um gutes ärztliches Personal durch eine Erhöhung der Transparenz anzukurbeln. „Wenn Ärztinnen und Ärzte wüssten, wo gute Arbeitsbedingungen herrschen, würden sie tendenziell auch an diese Krankenhäuser gehen“, so Dr. Benedict Carstensen, Geschäftsführer der Treatfair GmbH.

    Das Aufzeigen einer hohen Mitarbeiterzufriedenheit bestätigt das positive Streben eben solcher mitarbeiterorientierten Abteilungen, sodass sie von einer höheren Bewerberzahl profitieren und andere Abteilungen langsam nachziehen müssen.

    Ranking und Magazin sollen ab sofort jährlich erscheinen. Mit wachsender Anzahl an Teilnehmern könnten weitere Abteilungen bzw. Kliniken integriert und somit auch kleinere Fachbereiche dargestellt werden.

Noch ein weiter Weg

Der Weg zu attraktiven Arbeitsbedingungen im Klinik-Umfeld ist sicher noch weit und holprig. Unter welchen Bedingungen Krankenhausärzte in Deutschland langfristig arbeiten werden und in welchem Zeitraum die Ärzteschaft großflächig „attraktive“ Arbeitsbedingungen erwarten kann, ist unklar.

Mit dem jährlichen Treatfair Ranking sind Krankenhausärzte aber wahrscheinlich einen Schritt weiter bei der Entwicklung hin zu guten Arbeitsbedingungen.

Bildquelle: © Getty Images/skynesher

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